MAK

Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 3 und 4)

vier Gestalten junger Frauen und alter Männer (Abb. 3, 4 und 5) zeigen 
Gerhards an dem Schönheitskanon der italienischen I-Iochrenaissance 
Abb. xo. Hubert Gerhard. Löwe mit Schild vor der Residenz in München 
gebildetenGeschmack, 
seine Sicherheit in der 
Beherrschung der Kör- 
performen und in dem 
Herausarbeiten der Sil- 
houettenwirkung in vol- 
ler Entfaltung. Nament- 
lich die beiden Quell- 
nymphen sind Gebilde 
von natürlicher, ju- 
gendlich-frischerEmp- 
Endung, die auf der- 
selben Stufe künst- 
lerischer Vollendung 
stehen wie die Figuren 
des Kirchheimer Ka- 
mines. Bei den Greisen 
fällt wiederum die An- 
lehnung an Michel- 
angelo auf; namentlich 
die Art des Lagerns ist 
sichtlich nach dessen 
Fiurni gestaltetfk In der 
Bildung der Musku- 
latur hält sich aber 
Gerhard von den übli- 
chen Übertreibungen 
derMichelangelo-Nach- 
ahmer fern. 
Außer dem Au- 
gustusbrunnen scheint 
Gerhard nichts weiter 
für Augsburg geschaf- 
fen zu haben. Er wurde 
hier durch die beiden 
BolognaschülerAdrian 
de Vries, den Gerhard 
im Jahre 1604 „seinen 
4' Vgl. die Abbildungen bei 
Gottschewski, . ,Ein Original-Ton- 
rncdell Micbelangelos zu einem 
Flußgott" im "Münchner jahr- 
buch für bildende Kunst", 1905.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.