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Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 5, 6 und 7)

 
155g reiste Sebastian Müller mit 
Permeß nach Koburg (H. 3757), 1585 
Jakob Esel nach Dänemark (H. 832). 
Paulus Zeltner und Veit Schiller 
befanden sich im gleichen Jahre in 
Danzig (H. 828), SebaldWeinmann 
als Geselle 1578 in Steyer (H. 35g 
und 361)} 
Über die Reiseroute der Rot- 
schmiedgesellen fehlen uns sonst 
Angaben, doch mögen manche mit 
ihrem Felleisen auf denselben Stra- 
ßen gezogen sein wie Hans Sachs, 
dessen Itinerar" uns bekannt ist: 
Abb. 6x. Bügeleisen von Andreas Kechel. x72: Regensbufg und Passau, Braunau 
(Gerrnanisches Museum, Nürnberg) am Inn und die in der  gele_ 
genen Orte, Öttingen, Burghausen an der Salzach und Ried, Wels, Salzburg 
und Reichenhall, München und Landshut, Würzburg und Frankfurt am Main, 
Koblenz, Köln und Aachen. 
Wir erfahren von manchem ehrenvollen Auftrag, der von außerhalb 
kommt. Jörg Labenwolf wird (1571?) erlaubt, „Landgraf Wilhelmen zu 
Hessen seine Bildwerg in zyn abzugiesen" (H. II n). Lienhart Nürnberger 
liefert in den Fünfzigerjahren des XVLJahrhunderts Leuchter für den Kaiser 
(H. 33, 25) und der Rotschmiedsdrechsel Wolf Dibler hat 1590 nötige 
Arbeit für den Kurfürsten zu Sachsen. Als sächsische I-Ioflieferanten 
begegnen uns auch mehrere Gewichtmacher der Familie Weinmann in 
Dresdenß" r57o finden wir Wolf Weinmann dort (H. 4263). 
DieBeziehungen zuThüringen undSachsen, für welche die Beteiligung der 
Nürnberger Hochfinanz am Mans- 
felder Kupferbergbau nicht ohne 
Belang gewesen sein magj- waren 
' Weitere Nachweise siehe bei Baader in 
„Zahn's Jahrbücher für Kunstwissenschaft", I (x 868), 
Seite 240 lT. 
"K Vgl. MurnrnenhoH, „Der Handwerker", 
Seite 63 bis 69. 
i" Vgl. Berling, „Mitteilungen aus den säch- 
sischen Kunstsammlungen", VI, r9t5. Seite 44. 
1- l-Iauptbeleg zwei Hängeleuchter in der 
St. Andreasltirche in Eisleben rnit den Wappen 
mehrererNürnbergerPatrizierfamilien,unteranderen 
der Fürer und Irnhof. gestiftet 16m anläßlich der 
Verlängerung eines Kupfer- und Silber-Kauf- und 
Verlagsvertrages mit den Mansfelder Grafen: Vgl. 
C. Kühlemann, „Einige neue Nachrichten über den 
Ursprung der Kronleuchter in der St. Andreaskircbe 
zu Eislebemf (Sonderabdruck aus der Sonntagsbeilage 
der Eislebner Zeitung„Der Sonntagsgast", rg xü.) Die 
dort aus dem arntlichenDenkmälerinventar übernom- Abb. 62. Bügeleisen von l-Ierolt (Marke Nr. 150) 

	        

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