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Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 8, 9 und 10)

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Die spätere "alte Gewehrfabrik" in der Währingerstraße 
 
Ihr erster Präsident ist Graf Edmund Zichy, ihr erster Kassier Lobmeyr, der 
im Jahre 1869 das Präsidium übernimmt und bis zum Jahre x9x5 beibehält, 
also durch 46 Jahre für die Gesellschaft tätig gewesen ist. 
Die Anstalt untersteht dem Ministerium für Kultus und Unterricht und 
geht später, im Jahre 1908, an das Ministerium für öffentliche Arbeiten über. 
Sie wird durch gewählte Direktoren von zweijähriger Amtsdauer geleitet. 
Vom Jahre 188g an erhält sie ständige ernannte Direktoren. Die Admini- 
stration erfolgt durch die Direktionskanzlei des Österreichischen Museums. 
Im Jahre 1900 wird die vollständige administrative Trennung der beiden 
Institute voneinander vollzogen. Zwischen Schule und Museum besteht 
fortan bloß eine auf Arbeitsgemeinschaft beruhende geistige Verbindung, 
die sich im Laufe der Zeit immer inniger gestaltet und immer mehr vertieft, 
weil sie beiden Anstalten die Verfolgung ihrer Ziele erleichtert und beiden 
ein um so intensiveres Wirken ermöglicht. 
Die Kunstgewerbeschule zählt bei ihrer Eröffnung 50 Zöglinge, darunter 
sechs weibliche, und ist vorläufig in einem Hoftrakt der alten Gewehrfabrik in 
der Währingerstraße untergebracht. 1872 übersiedelt sie in das neue Gebäude 
des Österreichischen Museums und bezieht 1877 ihr eigenes Haus auf dem 
Stubenring Nr. 3. Dieses, ein Werk Ferstels, wird von Eitelberger in seinem 
Museumsvortrag vom 8. November 1877 als baukünstlerische Schöpfung 
eingehend gewürdigt. „Schade nur," so fügt der Vortragende bei, „daß es 
nichtmöglich war, das Gebäude in den ursprünglich bestimmten Dimensionen 
auszuführen; denn es dürfte wohl kaum ein Jahrzehnt vergehen, so werden 
diese Räume ungenügend sein." Da der Bauplatz, zwischen Ringstraße und 
Wienfiußbett, zwischen dem Museumsbau und der geplanten Marxergasse 
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