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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 3, 4 und 5)

und lockere Behandlung des I-Iaupthaares, alle diese ausgezeichneten Eigen- 
tümlichkeiten des Meisters lassen sich in den beiden Vorzeichnun en in 
verschiedenen Stadien ihrer Ausbildung erkennen. Denn die Aufgabe, däe hier 
dem Künstler gestellt wurde, war keineswegs eine leichte. Die Gefahr, daß 
der herabhängen- 
de Pendel, dessen 
geradlinigeKetten- 
linien störende 
gleichschenklige 
Dreiecke ergaben, 
zu einer unorgani- 
schen und peinli- 
chen Wirkung ge- 
genüber der be- 
wegten, aus Run- 
dungen, Falten- 
wurf und Falten- 
bausch bestehen- 
den Figur führen 
könnte, ist durch 
die seitliche Stel- 
lung des Engels 
trefflich vermie- 
den. Die Ampel 
und die herab- 
ziehenden Linien 
der straffgespann- 
ten Ketten wirken 
nicht als verlet- 
zendes Senkblei, 
das den Reiz und 
die Schmiegsam- 
keit der Figur zu 
zerstörenirnstande 
ist. Und ebenso 
gelang es, der Abb 12 A Brustolon Holzsxalue eines ampeltragenden Engels 
SChWierigkeitHeTT . I v (yßelluno, sw. Stefano) 
zu werden, die 
darin bestand, daß die Funktion des I-Iebens des rechten Armes kaum fühl- 
bar sich äußert; trotz seines Berufes als Hängevorrichtung, als Kran ist 
seine Körperhaftigkeit, sein Zusammenhang mit dem übrigen Körper nicht 
gestört, da der störende Winkel mit dem über die Achselhöhle gezogenen 
Ärmel verdeckt wurde. Ungemein anziehend ist der Gesichtsausdruck, der 
Typus eines Mädchenkopfes mit jenem charakteristischen Lächeln, das
	        

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