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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 3, 4 und 5)

Sich Selbst nicht einräumte, und so 
hierin nicht mehr Versuche mach- 
' te. " 
Also nur von den Büsten ist 
die Rede, die heute in der National- 
galerie aufbewahrt werden. Daß die- 
se in Haltung und Ausführung mit 
der späteren Gruppe schon so genau 
übereinstimmen, kann bei einem 
Künstler von Schadows Bedeutung 
meines Erachtens nicht, wie Laban": 
will, ihre Unabhängigkeit von dem 
Entwurf der Gruppe widerlegen. 
Schadow fährt dann weiter unten" 
folgendermaßen fort: „Unter den 
Büsten fanden die der beiden Prin- 
 
Abb. zr. Der Berliner Buchhändler Nicolai, Modell 
1446, nach J. G. Schadow, Berlin, rBn (Museum 
in Braunschweig) 
 
Abb. 20a. Staatsminister Friedrich Anton Freiherr von 
Heinizz, lebensgroße Gipsbüste von C. F. Riese nach 
j. G. Schadow, Berlin, 1803 (Keramische Sammlung 
der Berliner Porzeilanmanufaklur) 
zessinen den mehrsten Beifall. Die 
schöne Gestalt der beiden hohen Frauen 
bewog den Minister von Heinitz die 
Gruppe derselben so modelliren zu 
lassen, daß eine Copie in kleinerem 
Maßstabe nach dem Modell ange- 
fertigt werden könne, um mehrere 
Exemplare in Porcellan-Biscuit zu 
liefern. . . . 
In stiller Begeisterung arbeitete 
der Künstler an diesem Modell; er 
nahm die Maße nach der Natur; die 
"' Laban, „J. G. Schadows Tonbüste der Prinzessin 
Louis (Friederike) von Preußen in der Königlichen Na- 
tionalgalerie", „jahrbuch der Königlich Preußischen 
Kunstsammlungen", 1903, Band 24. 
i" A. a. 0., Seite 3x. 
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