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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 3, 4 und 5)

„, ___,_ "w... f __ . . __-.-.-.. ...- _.... v"... Jupsvnnunnvllv a Aauvlnsuütqlb uanscoicux, 
deren gegürtetes faltiges Gewand an den Schultern mit Kreuzbändem 
gehalten wird und der als Symbole der Spiegel und die Weltkugel bei- 
gegeben sind, während das Schweigen durch eine Frauengestalt in langem Ge- 
wande versinnbildlicht wird, die die linke Hand vor den Mund gehoben hat. 
Kaiser Josef II. hatte mit Katharina zweimal politische Verhandlungen 
gepflegt, im Jahre 1780 und im Jahre 1787, und sie jedesmal persönlich 
besucht. Als Erinnerung an diese Zusammentreffen dürfte dann dieser 
Denkmalsentwurf entstanden und wohl auf Anordnung des Kaisers von 
einem österreichischen Künstler verfertigt worden sein. 
DAS PORZELLAN MIT DER MARKE „BISCHOFS- 
MUTZE" 50 VON A. STOEHR-WURZBURG 50' 
LS ich 1916 meine Arbeit: „Was wissen wir von 
der Würzburger Porzellanfabrikm" niederschrieb, 
mußte ich der Ansicht Ausdruck geben, daß die 
Hoffnung, es könne einmal gelingen, ein Porzellan- 
stück aufzufinden, dem Jännicke die in seinem 
„Grundriß der Keramik" abgebildete Marke 209g 
einer Bischofsmütze abgenommen hat, und zu er- 
gründen, was ihn veranlaßte, sie mit Sicherheit der 
Würzburger Porzellanfabrik zuzuweisen, wohl nur 
eine Hoffnung bleiben werde. 
Nun ist im vorangegangenen Sommer wenigstens der erste Wunsch in 
Erfüllung gegangen, Ein Porzellanstück, das auf dem Boden in schwärz- 
lichem Blau unter Glasur das einwandfreie Bild einer Bischofsmütze Q 
 
als Marke trägt, hat sich gefunden. Der feinsinnige Sammler alter 
Porzellane Herr Otto Blohm in Hamburg hatte das Glück, die hier im 
Bilde wiedergegebene Porzellankaffeekanne bei einem kleinen Hamburger 
Händler aufzufinden, die nun eine Zierde seiner an seltenen Porzellanmarken 
reichen Sammlung bildet. In liebenswürdigster Weise hat mir Herr Blohm 
die interessante Kanne zum Studium zur Verfügung gestellt und ihre erst- 
malige Veröffentlichung gestattet, wofür ich ihm hier den herzlichsten Dank 
zum Ausdruck bringe. 
Wir sind zwar auch durch diesen glücklichen Fund nicht imstande, die 
urkundliche Quelle festzustellen, aus der Jännicke seine bestimmte Zuteilung 
des Porzellans mit der Marke einer Bischofsmütze an die Würzburger 
Porzellanfabrik geschöpft hat, und werden wahrscheinlich nicht irren, wenn 
' „Cicerondß VIII, 1916, Seite 3x2 E.
	        

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