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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 11 und 12)

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Daß trotz aller Erzeugungsschwierig- 
keiten die Firma Lobmeyr eine so vor- 
nehm wirkende Zusammenstellung ge- 
schliffener und glatter, bemalter und 
gravierter Glasarbeiten ausstellen konnte 
(Entwurf Powolny); daß Lötz' Witwe 
(G. m. b.  in Klostermühl eine so an- 
mutige Folge übersp onnener Gläser, Ent- 
würfe von Powolny, in antikisierenden 
und doch frei bearbeiteten Formen, von 
denen viele neu sind, bringen konnte, 
wirkt sehr erfreulich. Ebenso sind die Ser- 
' vice der Firma]. Böck, die Silberarbeiten 
derFirma Klinkosch (Entwurf Prutscher), 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. die Tapeten der Firma Max Schmidt 
Durchbrochene Originalkeramik von Herta Bucher (Entwürfe von D. Peche) gern gesehen. 
(Kunstgewerbeschule) 
Man freut sich der Tatsache, daß der 
große Wirbelsturm so wichtige Betriebe doch vom Stillstand noch verschont 
hat und daß einzelne den Mut fanden, neue Betriebe zu eröffnen (Max Schmidt). 
Vereinzelt sind auch kleine Möbelreihen eingefügt, die hübsche 
Wirkungen bieten. So ist eine kleine Sitzgruppe in hellem Kirschholz von 
Heinz Irmler (Entwurf Franz Kuhn) von anziehender Anmut. Die Samt- 
polsterungen von Leop. Löwy, die schwarzen geschnitzten Schränke von 
Ad. Kraus (Knoblochs Nachfolger) haben 
schöne Proportionen und guten Umriß. 
Anton I-Iergesell zeigt sich besonders 
als feiner Kenner des Materials, dessen 
Oberfläche er ungewöhnlich gut und 
reizvoll zu behandeln weiß. Auch J. Sou- 
lek und Joh. Jonasch haben ihre Beson- 
derheiten beigestellt. Nur wenige Stücke, 
diese aber tüchtig und ernsthaft. 
Die Abteilung der graphischen Ar- 
beiten, Publikationen und Bucheinbände 
zeigt, daß auch hier der Zeiten Not 
noch keinen Arbeitsstillstand erzwingen 
konnte. 
Die graphischen Künste sind glück- 
lich vertreten, nachdem die Gesell- 
schaft für vervielfältigende Kunst die 
Führung übernahm. Die Auswahl aus 
den Mappen der Gesellschaft, welche 
die Wände schmückt, bringt Sterrer, 
 
 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. 
Originalkeramik von Herta Bucher (Kunstgewerbe- 
schule) Jungnickel, Hartai Philippi, Horowitz in
	        

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