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Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 7, 8, 9 und 10)

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ihr, im Belvedereschloß dargeboten, ein künstlerisches Ereignis von ganz 
ungewöhnlicher Wirkung. Inhalt, Raum und örtliche Lage vereinigen sich 
hier zu einem unerhört großartigen Eindruck. 
Es war nicht ganz leicht, bei den gegebenen Raumverhältnissen und 
der zeitlich zumeist widersprechenden Ausstattung der Säle eine annähernd 
historische Abfolge in der Aufteilung festzuhalten und geschlossene Gruppen 
jahrhunderts 
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Taufe Christi, Brüssel, 
zu entsprechender Geltung zu bringen. Man hat für ein künftiges Gobelin- 
museum gar manches gelernt. 
Vor allem gibt sich der Bildteppich als ein eminent aristokratisches 
Kunsterzeugnis, das zu seiner vollen Wirkung eine wenn auch noch so 
diskrete dekorative Durchgestaltung seiner Umgebung verlangt, das aber, 
für sich genommen, höchsten Eigenwert darstellt und diesen in solcher 
Stärke, daß man nicht wie etwa bei Bildern Gleichzeitiges oder der gleichen 
Schule Angehöriges zusammenhängen kann. Nicht einmal Werke nach 
einem und demselben Künstler, aber von verschiedenen Teppichwirkern 
erzeugt, vertragen eine unmittelbare Nachbarschaft. Nur die Glieder einer
	        

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