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Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 7, 8, 9 und 10)

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da nach der Übernahme der _ 
Manufaktur durch Friedrich I" Fabnkmarke" 
in Blau unter der Oluur 
den Großen (24. August 
1763) zunächst die vorhan- 
denen weißen Porzellane für 
die Malerei verwendet wur- 
den. Es iinden sich denn 
auch Service, deren Bema- 
lung durchaus einheitlich .76... und 1770er 1.:... 
ist, während die einzelnen 
Stücke teils noch das blaue 7 ' ' "' " 
G, teils schon die Zepter- 
marke tragen. i f l i 
Das Zepter, das Wap- 
penzeichen Kurbranden- 
burgs, das i. am K..- 
u 14 
binettsorder Friedrichs des 
Großen vom I6. Oktober 
1763 zuerst als Fabrikmarke l 
erwähnt wird und als sol- , 
Wunsch des Königs zurück- 
zugehen scheint, ist stets 
in Blau unter der Glasur 
ausgeführt worden. Bis zum 
Jahre 1837 wurde es mit der 
Hand gemalt, seine Form ist 
infolgedessen bis zu diesem m33}... I mw und 1330" m" 
Zeitpunkt nie gleichmäßig. 
Dennoch lassen sich gewisse Typen bestimmen, die sich im Verlauf des ge- 
nannten Zeitraumes ablösen. Die unter 1 bis 20 abgebildeten Zepterformen 
zeigen in chronologischer Folge die gebräuchlichsten Typen der sieben ersten 
Jahrzehnte des Bestehens der Fabrik. Die Marke 14 zeigt statt des Striches 
vielfach auch ein Kreuz unter dem Zepter. Das Zepter mit zwei Punkten an 
den Seiten (20) ist nur in den ersten Monaten des Jahres 1837 angewendet 
worden. 
Die Länge des handgemalten Zepters überschreitet auch bei sehr 
großen Stücken nicht das Maß von 1'], bis 2 Zentimeter. Es wird stets an 
einer unauffälligen Stelle, jedoch so angebracht, daß es leicht zu finden ist. 
Wo sich dieses schwer vereinigen ließ, wie bei Löffeln, Tabaksdosen, Pfeifen- 
köpfen, Stockknöpfen, Messergriffen und dergleichen, wurde es - im Gegen- 
satz zu heute _ stets fortgelassen. Bei Gefäßen der Frühzeit mit unglasiertem 
Boden findet sich die Marke entweder innen auf dem Boden (zum Beispiel 
bei Zuckerdosen) oder im Deckel (zum Beispiel bei Kannen und Teebüchsen), 
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