MAK

Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 7, 8, 9 und 10)

213 
  
Abb. x. Avers Abb. 2. Revers 
Concz Welcz. Osten-nedaille aus dem Jahre 1551 
ist nach dem Münchner Guß reproduziert, während der Abbildung 2, welche 
den Revers veranschaulicht, das Wiener Blei zugrundegelegt ist": 
Die iigurale Darstellung, das letzte Abendmahl, ist in eine Säulenhalle 
mit rundem, von einer Kuppel überwölbtem Säulenbau versetzt, in welchem 
Christus an der runden, mit einem gestickten Tischtuch belegten Tafel sitzt, 
umgeben von den Jüngern„ die in vielfach variierter Bewegung den drama- 
tischen Moment veranschaulichen. Links sitzt der Verräter Judas vor einer 
Säule, dem Beschauer zugewendet und den Beutel mit den Silberlingen in 
der erhobenen Linken haltend. Hinter ihm steht ein Zweiter, auf den Herrn 
den Blick wendend und mit dem linken Arm den Säulenschaft umklammernd, 
ein Bewegungsmotiv, das uns schon von der Weihnachtsmedaille vorn 
Jahre 1543 her bekannt ist (abgebildet a. a. 0., Seite 425). Auf der rechten Seite 
sitzt in ziemlich erhabenem Relief ein Apostel, gewissermaßen der Gegen- 
spieler des Judas, gegenden Mittelpunkt der Darstellung orientiert; hinter 
ihm greift ein stehender langbärtiger Jünger in den auf dem Boden stehenden 
Brotkorb. Christus hält beide Hände im Redegestus vorgestreckt und spricht 
die Worte, die unten im Abschnitte erscheinen: 
AMEN - DICO - VO- 
BIS - QVOD -VNVS 
VESTRVM - ME - PRODIT- 
VRvs - EST- MAT- 
HEI - 26 - 
Das lateinische Vulgatazitat belindet sich tatsächlich an dieser Stelle 
(Matthäus 26). 
An der Säule, die neben dem rechtssitzenden und neben dem vor dem 
Brotkorb stehenden Apostel sich erhebt, befindet sich oben ein Täfelchen, 
das wiederum das bekannte ligierte Monogramm des Meisters trägt. 
" Für die Beschaßung der beiden Gipsabgüsse bin. ich Herrn Kustos Dr. Loehr in Wien und den Herren 
Direktor Dr. G. Hubich und Dr. Max Bernhnrt in München zu Dank verpüichret.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.