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Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 11 und 12)

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teilungen an den vertikal- 
strebenden Kasten binden die 
strebenden und die lagern- 
den Tendenzen zum in sich 
kreisenden Zusammenschluß 
der Körperform. Die Raum- 
bildungen sind weit und 
zugänglich. Die bis an die 
Grenze gehende Material- 
reduktion auf die konstruk- 
tiven Elemente, die durch ihre 
Linienführung kinetisch be- 
lebt erscheinen, prägen diese 
Interieurs zum  agiler: Ausstellung „Einfacher Hausrat". 
lebhaftel-Menschel-L Im Schlaf} Kunst und Wohnung R. Lorenz G. m. b. l-L, Schlafzimmer, Eiche, 
zimmer von Hugo Gorge ist entworfen vom Architektenl-lugo Gorge 
der Versuch gemacht, die verschiedenen Möbel des Raumes durch Zu- 
teilung entsprechender Holzarten zu differenzieren: Zu den Betten ist Eiche 
verwendet, der dreiklappigen Wäschekommode ist Nuß zugedacht, den 
breitstolligen Kästen die leichtere Lärche und Fichte dem minderen Schuh- 
kasten. 
Der bürgerlichen Geschmacksrichtung angepaßt erscheinen die Entwürfe 
des Architekten Karl Bräuer für die Wiener Weichmöbelfabrik Johann Staf. 
Der Preislage nach kommen sie den Interieurs der staatlichen Industrie- 
werke am nächsten. Reine Verhältnisse, gutgliedernde Flächenteilungen, 
Anwendung dis- 
kreten sachlichen 
Schmuckes: die 
dunkelbraunen 
Stäbe in der hell- 
braun geheizten 
Fichte des Schlaf- 
zimmerszeichnen 
sie aus neben 
manchen guten, 
sparsamen oder 
praktischen Ein- 
fällen. Die kleine 
Musterkiiche aus 
weißlackiertem 
Fichtenholz ist in 
wohldurchdachter 
Ausstellung „Einfacher Hausrat". Möbelfabrik Anton Herrgesell, Speisezimmer in Anordnuälg naFh 
deutscher Nuß, entworfen vom Architekten Maurizius Hergesell der RCIChWCItC 
 
  
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