MAK

Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / Heft 11 und 12)

band, als konstruktive Kennzeichnung der vier kleinen Schubladen. Neben 
den Prag-Rudniker Korbwaren stehen noch die Flechtstühle und Weich- 
holzmöbel der Ellmauer Holzindustrie in Tirol und der österreichischen 
I-Iausindustrie. Die Vitrinen enthalten Lobmeyr-Gläser und farbige Blumen- 
gläser von J. Lötz' Wwe. in Klostermühle, Keramik der P0rzellanmanu- 
faktur Josef Böck nach Entwürfen von Professor Powolny und von Kowarzik, 
Gmundner Keramik, Ton- und Hafnerwaren von]. Filipowsky in Atzgersdorf 
und Anton Mayer in Krems 
an der Donau. Die Bemdorfer 
Metallwarenfabrik stellt Ge- 
fäße und Eßbestecke bei von 
zeitgemäßer Schlichtheit, doch 
im Schmucke ihrer Material- 
wirkung. Aus dem graphi- 
schen Werk der Staats- 
druckerei und der Gesellschaft 
für vervielfältigende Kunst 
fanden sich die geeigneten 
Blätter zum Wandschmuck 
der improvisierten Interieurs. 
Der zweckmäßigen Ein- 
richtung unserer Wohnräume 
geht die Frage nach deren 
baulicher Anlage im Raum- 
organismus des Hauses vor- 
aus. Sie ist an das Baugewerbe 
gerichtet. Die Antwort bringt 
der andere wesentliche Teil 
der I-Iausratausstellung in den 
Entwürfen und Zeichnungen 
der Architekten zustande. Bei 
der Beurteilung des Hausrates 
 
Ausstellung "Einfacher Hausrat". 
Wiener Weichholzmöbel-Erzeugung Frana ä (10.. Schlafzimmer. _ _ 
weiß lackiert, entworfen von Professor Karl Witzmann Waf (118 Aufmerksamkeit auf 
seine Schönheit gerichtet, so- 
bald wir die Gewißheit hatten, daß die ökonomischen Voraussetzungen erfüllt 
seien. In der Beurteilung des Hausbaues ist die Frage nach der Schönheit 
um vieles weiter hinausgerückt, weil das Kriterium der Zweckmäßigkeits- 
forderungen ein weitaus komplizierteres ist. Wie vielgestaltig sind allein 
schon die Forderungen der Okonomie. Gleich einer unendlichen Melodie 
begleiten sie alle Gedanken des Architekten und führen die Linien, die 
seine Hand zeichnet. Aber die schwerstwiegende ökonomische Forderung 
nach Schonung der Menschenkraft findet erst in jüngster Zeit schüchterne, 
tastende Formfassung. Dahin fallen die Pläne eines Zentralküchenhauses 
vom Architekten Dr. Oskar Wlach nach amerikanischem Vorbilde, das den
	        

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