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Full text: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 1, 2, 3 und 4)

den Folgen der im Schema der Triumphzüge komponierten Allegorien der 
Todsünden und aus der Josua-Legende, welche beide Pieter Coecke van Aelst 
zum Entwerfer haben. Ferner ein sehr wertvoller, reich mit Gold durchwirkter 
Lothringer Zyklus, der das Leben des Moses behandelt und von Brüsseler 
Wirkern angefertigt ist. Ergänzend zu diesenWandteppichen mit allegorischen 
und biblischen Szenen treten solche mit zeitgenössischen Ereignissen, welche 
allein schon wegen der Wiedergabe von Zeitkostümen und wegen der Por- 
träte, die sie aufweisen, ein starkes Interesse erwecken. Hieher gehören 
XI. GobelinsvAusstellung im Belvedere zu Wxen. Kaiser Karls V. Zug gegen Tunis. Nach Jan Vermayen. 
Brüssel. XVIII. Jahrhundert 
 
Wirkereien mit den Taten des Joäo de Castro, vor allem aber ein Stück aus 
dem berühmten Zug Karls V. nach Tunis. Dieser bedeutsame Zyklus geht auf 
Kartone Vermayens zurück, welche sich im Wiener Kunsthistorischen Mu- 
seum befinden. Die Pannemakerschen Originalbildteppiche nach den Kartonen 
werden in Madrid aufbewahrt; die Wiener Serie entstand erst in den Jahren 
1712 bis x72! als ein Auftrag Karls VI. an Jodok de Vos. Sie vermag, vor 
allem in der feinen, auf Stimmung abzielenden Behandlung des Landschaft- 
lichen die Zeit ihrer Entstehung nicht zu verleugnen. Im prunkvollen Marmor- 
saale des Belvederes frei zur Aufstellung gebracht, gibt der große Teppich 
mit der Heerschau bei Barcelona eines der kraftvollsten Merkstücke der 
Ausstellung ab.
	        
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