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Volltext: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 1, 2, 3 und 4)

Die bekannte, viel bewunderte Brüsseler Vertumnus- und Pomona- 
Serie, die auf einen französischen Zeichner zurückgeht, erscheint in aus- 
gewechselten Stücken, welche den Zauber der vorigjährigen in unverrnin- 
derter Kraft wieder aufleben lassen. Eine ebenso vertraute Sprache äußern, 
gleich ihren Vorgängern der Pomona-Folge benachbart dargeboten, die 
neuen Fontainebleauer Bildteppiche. Sie begrüßen uns wie gute alte Be- 
kannte, deren Wesen in uns lebendig geblieben. Rossis dekorative Kunst, 
von Fresko und Stuck in die Technik der Gobelinwirkerei übertragen, gibt 
in diesen Stücken 
die Höchst kraft ihrer 
Wirkung. 
Eine Art für 
sich bilden die Gro- 
teskenteppiche der 
Renaissance. Das 
Hauptstück, der 
Thronhimmel, lenkt 
neuerdings alle Auf- 
merksamkeit auf sich 
und in Monatsdar- 
stellungen zu Seiten 
desBaldachins findet 
die angeregte Phan- 
tasie des Beschauers 
weitere Belege für 
den Geschmack und 
die Gestaltungsfülle, 
die diesen nicht er- 
zählenden, sondern 
vorwiegend dekora- 
 
innewohnt. In einer 
ll. Gobelins-Ausstellung im Belvedere zu Wien. Der Monat September.  Verdi-Iren 
Brüssel. XVL Jahrhundert 
und einigen Gro- 
teskenteppichen des XVIII. Jahrhunderts zeigen sich auf der Ausstellung 
weitere Beispiele für das Genre der ornamentalen Wandteppiche. 
Von besonderem Interesse ist heuer eine Folge von Monatsbildem, die 
im XVII. Jahrhundert nach älteren Kartonen in Brügge gewirkt wurden, 
Acht dieser Wandbehänge sind zur Ausstellung gelangt. Sie repräsentieren 
eine keineswegs häulige, im Vorjahr unvertreten gewesene Gobelingattung, 
welche in Hgurenreichen, lebendigen Szenen das Treiben der vornehmen 
und ländlichen Welt in den Kostümen der Zeit zur Darstellung bringt. Da 
belustigt sich eine Gesellschaft auf dem Eise, hier wird ein gravitätischer 
Fackeltanz aufgeführt, dort erfreut sich ein Paar eines traulichen Mahles 
tiven Kunstwerken .
	        

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