MAK

Volltext: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 11 und 12)

der zwar keine Künstlerbezeichnung trägt, 
aber im Katalog auf Bimanns Urheber- 
schaft? zurückgeführt wird; er zeigt in fünf 
Medaillons vorzüglich geschnittene Rasse- 
pferde in verschiedenerGangart, im sechsten 
ein Wappen; da Bimann, wie wir aus dem 
Prager Ausstellungsverzeichnis von 1829 
gesehen haben, auch Pferdedarstellungen 
liebte, gewinnt diese Zuteilung an Wahr- 
scheinlichkeit. 
Bimann hatte aber auch von seiten 
anderer Fürstenhäuser Porträtbestellungen 
erhalten und einzelne dieser ausgeführten 
Arbei_ Abb. 9. Dominik Bimann, 
Porträt im Städtischen Museum von Leipa 
ten,be- 
sonders Damenporträts, sind noch vor- 
handen. S0 befindet sich in den herzog- 
lichen Privatgemächem desSchlosses von 
Dessau ein geschnittenes Glasporträt auf 
geschliffenem Glassockel, das die Her- 
zogin Luise von Anhalt, die Gemahlin 
Leopolds, darstellt (Abb. 8) und - von 
der glatten Seite lesbar _ die Signatur 
„D. BIMANN" trägt." Von einem 
Porträt einer anderen deutschen Fürstin, 
nämlich von „Gasparine Reusz-Greitz" 
einer geborenen Prinzessin von Rohan- 
Rochefort und Montauban, geboren 8. Au- 
gust 1800, vermählt 7. Jänner 1822 mit 
Heinrich XIX. von Reuß ältere Linie, 
gestorben 27. Juli 1871 - - ist wenigstens 
im Bimannschen Familienbesitze in Neu- 
welt, wo auch noch die Abdrücke eines 
österreichischen Generalsbrustbildes mit 
 
2 Die auf Gotha bezüglichen Einzelauskiinfte ver- 
danke ich der Liebenswürdigkeit von Geheimrat Dr. Purgold 
daselbst. - Vom Gothaer Herzog Ernst-Brustbild hat sich 
überdies im Nachlaß eines Bimann-Nachkommen nebst an- 
deren, leider sehr defekten und auch schwer bestimmbaren 
Gipsabgüssen auch noch der Originalabdruck erhalten. den 
Verwalter Hikisch in Neuwelt kürzlich entdeckte und mir 
freundlichst zugänglich machte. 
i" Landeskonservator und Kunstwart Professor 
Dr. Ostermayer war so gütig, mir die Photographie davon 
zur Verfügung zu stellen und die Ausmaße mitzuteilen: 
Abb. ro. Dominik Bimann. Gesamthöhe mit dem Sockel x65 Zentimeter; das Oval 
Porträt im Landes-Gewerbemuseum zu Stuttgart 9'5)(7'5 Zentimeter, Durchmesser des Sockels 7 Zentimeter.
	        

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