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Full text: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 11 und 12)

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begreiflich. Wir sind uns aber umso mehr der darin liegenden ernsten Mah- 
nung bewußt, auf anderem Wege Mittel zu beschaffen, auch haben wir durch 
Überführung des früher hofärarischen Besitzes in das Eigentum des Staates Zu- 
wachs von höchstem Werte in absehbarer Zeit in großem Umfange bestimmt 
zu erwarten. So sind dem Museum außer den bereits seitjuni 1920 im Säulen- 
hofe ausgestellten 17 Teppichen noch rund weitere 80 Musealteppiche der- 
selben Herkunft zu überantworten, auch werden Möbel aus kaiserlichen 
Schlössern und dem Mobiliendepot folgen, und selbstverständlich muß die der 
 
Geburt Christi. Stickerei in Wolle und Goldfäden. Schweizerisch. Anfang des XVI. Jahrhunderts 
Öffentlichkeit nicht bekannte reiche Sammlung der ehemaligen Hof-Silber- 
und Tafelkammer in die museale Verwaltung unseres Institutes gelangen. 
Von Anfang jänner 1916 bis heute ist der inventarische Besitzstand des 
Österreichischen Museums durch Kauf, Schenkung und sonstige Zuweisung 
um rund goo Nummern vermehrt worden. Eine große Zahl dieser Stücke 
wird hier abgebildet und wenn auch aus Raumgriinden von eingehender 
Beschreibung aller Objekte abgesehen werden muß, so sollen doch die 
wichtigsten auf Grund der teils von den Sammlungsleitern, teils vom Direktor 
gemachten Eintragungen und Katalogzettel hervorgehoben und alle anderen 
wenigstens gruppenweise verzeichnet werden. Es wird sich aus diesem 
Überblick wohl ergeben, daß bei den Ankäufen, soweit die Umstände dies 
gestatteten, der systematische Ausbau der Abteilungen immer im Auge 
behalten und auch bei der Annahme und Erwirkung von Schenkungen nach 
Tunlichkeit jenes Maß von EinHuß geübt wurde, das notwendig ist, um die
	        
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