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Volltext: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 11 und 12)

und Quadrigatzeichnungen, ferner eine in Wolle gestickte Leinendecke mit 
Darstellung des Christuskindes mit Weltkugel, schweizerische Arbeit von I 593 
(Geschenk des Herrn Paul Wittgenstein). Die Spitzensammlung empfing 
Zuwachs durch eine feine Goldspitze, um 1600 (Geschenk der Frau Alice 
Trenkwald), und eine geklöppelte niederländische Spitze des XVII. jahr- 
hunderts (Legat Ameseder). Es folgen: ein Batisttuch, um 1840, ein bedrucktes 
Tuch mit auf Napoleon bezüglichen Darstellungen, englischen und deutschen 
Aufschriften, datiert 1812 (Vermächtnis von Fräulein Ella Schmidt), Woll- 
blumen aus dem XIXJahrhundert, über 1000 Stück Stoffmuster verschiedener 
Herkunft, welche die Firma Homo 8: Co. Paris vertrieben hat. Sehr wertvoll 
sind die aufschlußreichen Erwerbungen von 30 inselgriechischen Stickereien. 
Die Teppichsammlung erhielt erfreulichen Zuwachs durch einen ausgezeich- 
neten Turkestan, Wolle geknüpft, rnit sieben verschiedenfarbigen Nischen 
und stilisierten Blütenstauden und schmaler Randeinfassung. Besonderes 
Gewicht legt das Österreichische Museum seit Jahren darauf, die von früher 
her, aus der Zeit der fast unbeschränkten, aber nicht voll ausgenutzten Er- 
werbungsmöglichkeiten bestehenden Lücken seiner Kostümsammlung aus- 
zufüllen. Nie war es allerdings in der Absicht seiner Leitung gelegen, eine 
Sammlung zur Kulturgeschichte der Mode aufzubauen, zahllose Kostüme aller 
Zeiten und Völker und alle europäischen Volkstrachten etwa, wie es in kultur- 
geschichtlichen Museen üblich ist, auf Figurinen in langen Reihen nebeneinan- 
der aufzustellen, sondern man hat sich, da es sich hier um die besonderen 
Aufgaben eines Kunst- 
gewerbemuseums han- 
delt, mit Kostümen und 
Teilen von solchen un- 
ter technisch-künstleri- 
schen Gesichtspunkten 
begnügt, eingeordnet 
in die großen Gruppen 
der in ihrer Art ein- 
zigen Textilsammlung; i 
wie man es auch in l 
der Möbelabteilung auf  
Einzelstücke abgesehen : 
hatte, die sich technisch 
reihen ließen und auf 
die Gewinnung ganzer 
Räume nicht losging, 
was vielleicht zu bedau- 
ern ist, aber heute nicht 
mehr gutgemacht wer- 
den kann. Von jenem 
 
Großrussische Haube, braune Seide rnil Goldstickerei und Silberfransen, 
Standpunkte betrachtet, XIX. Jahrhundert 
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