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Volltext: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 11 und 12)

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die kirgisischen Gewandstreifen, Gürtel und Tasche (letztere ein Geschenk 
des Professors Dr. Ficker, Graz) sind sehr beachtenswert. Eine Kollektion 
von gestickten Kostiimstücken (Schals, Hemden, Jacken, Tücher, Schürzen, 
F ußstulpen) aus Albanien und Mazedonien schließen diese Gruppe der neueren 
Erwerbungen ab. Noch zu erwähnen sind eine reiche Linzer Goldhaube 
in Raupenhelmform von 1800, zwei bebänderte pamenstrohhüte von 1830 
und vier Puppenhüte auf Draht mit Seidenbändern von 1850. 
Der Fayence-Samm- 
lung konnte xgzo eine 
persischeKummqRakka- 
ware XIV. Jahrhundert, 
ein Stück allerersten Ran- 
ges, einverleibt werden; 
sie ist bemalt in Blau, 
Schwarz, Hellgrün, innen 
zeigt sie ein ausgespartes 
Bandomament auf blauem, 
quadriertem Grunde um 
eine Rosette in der Mitte, 
außen in Hochfeldem 
dünne schwarze Ranken 
und Tupfen. Eine tech- 
nisch wertvolle Berei- 
cherung brachte die Er- 
werbung mehrerer Scher- 
ben von urbinatischen, 
toskanischen und anderen 
Tellern, XV. Jahrhundert 
Inneres einer Kumme, Fayenee, bemalt in Blau, Schwarz und Hellgrün. (römische Ausgrabungen), 
Persisch, Rakkaware, XIV. Jahrhundert dann ein Geschenk des 
Bmchstiickes einer spanisch-maurischen Fayence-Schüssel, XVI. Jahrhun- 
dert, in der Mitte ein Wappen mit Hahn, darum radial verteilt Ornament- 
streifen und Schriftzeichen, auf der Rückseite Ranken. Die chinesische 
Keramik wurde durch eine kleine, mit bunten Schmelzfarben bemalte Por- 
zellanschale, XVI. Jahrhundert (Geschenk des Herrn W. I-Iernfeld), und eine 
Vase, rotes Steinzeug mit eingedruckter Marke, erworben auf der Auktion 
Gliickselig-Wämdorfer 1920, vermehrt; letztere ist ein bauchiges Gefäß mit 
brauner Ablaufglasur, welche Mündung und Fußrand freiläßt, die wellig 
abgesetzte Schulter ist dunkelbraun, der Bauch mit breitem, hellbraunem 
Streifen (über Engeln) versehen. Bedeutend sind auch die Erwerbungen 
an Porzellan. So ist ein Zuwachs von besonderer Bedeutung der Wiener 
Lamprecht-Teller, erworben 191g, der in „Kunst und Kunsthandwerk" 
desselben Jahres von Braun publiziert wurde. Aus der Klesheimer Sammlung 
stammt ein Wiener Tabakgefäß ohne Marke, um 17 30, mit rund eingezogenen 

	        

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