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Volltext: Monatszeitschrift XXIV (1921 / Heft 7, 8, 9 und 10)

tritt der südliche Turm keineswegs so deutlich hervor, wie der nördliche; er 
mag also nicht von Anfang an vorhanden gewesen und vielleicht nur äußer- 
lich in der Art angefügt worden sein, wie wir es im Jahre 1536 von anderen 
„l-Ialbtürmen" hören werden. ImJahre 156rbestand der Turm aber sicherlich 
und vermutlich schon seit längerer Zeit. 
Übrigens ist für uns noch eine Nebenbemerkung deserwähnten Schreibens 
vom Jahre 1561 von Bedeutung; es wurde da von dem (nördlichen) Eckturm 
Abb. 3. Der „Gardesaa.l" der lnnsbrucker Hofburg. 
Nach älterem Lichtbild (von Freiherrn von Stillfried) in der Fideikommißbihliothek, Wien 
auch gesagt, daß darunter die meisten Zimmer im Frauenzimmer seien. Der 
Ausdruck „Frauenzimmerß das heißt Wohnung der Frau, finden wir für 
diesen Bauteil schon früh; so hören wir zum Beispiel im Jahre 1524, daß 
Kleinodien und Silbergeschmeid im Schatzturm zu unterst im hintem Frauen- 
zimmer bewahrt werden)" wobei sich die Bezeichnung „hinter" wieder durch 
den ursprünglichen Zugang der Burg von der Stadtseite her erklärt. Wir 
können den Ausdruck aber noch weiter zurückverfolgen; so schreibt König 
Maximilian I. im Jahre 1500 wegen Schatztruhen, die sich in unser burkh zu 
"' "Von der fürstlichen Durchlaucht" 1523 bis 1515 f. 94, 96. 106, besonders m8. Vgl. Reg. 148g, 1491, 
1509 8', 152a, 1523. '
	        

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