MAK
 
Die Frequenz der Kunstgewerbeschule betrug: 
Vorh -Sch. 
ArcIn-Sch. 
Maler-Sah. 
Blldh -SCh. 
Cim-Abth. 
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Keram - 
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Radiren  
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Winter-Semester t88l[8z. 
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Sommer-Semestertßße. 
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Winter-Semester i88zf83. 
x00 I 36 I 56 I 23 I tt i 8 I 14 I a I 260 I 35 I G3 
Die Ausstellung der Schülerarbeiten wurde am m. April durch Herrn Secti0ns- 
Chef Fidler in Vertretung des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht eröffnet und 
am 30. April geschlossen. Se. Mai. der Kaiser geruhten dieselbe im Beisein des durch- 
lauchtigsten Protectors Erzherzog Rainer eingehend in Augenschein zu nehmen und die 
allerhöchste Zufriedenheit mit den Fortschritten der Anstalt auszusprechen; auch durch 
den Besuch Ihrer k. k. Hoheiten des Kronprinzen, der Frau Kronprinzessin, Erzherzog: 
Carl Ludwig sowie des Prinzen Leopold von Baiern k. H. wurde die Ausstellung aus- 
gezeichnet, die sich auch der lebhaftesten Theilnahme und Anerkennung seitens des 
kunstverstandigen Publicums zu erfreuen hatte. 
Zur Feier des Habsburgjubilaums hielt Hofrath v. Eitelberger am 22. December 
für die Schüler der Anstalt einen Vortrag über die Kunstbestrebungen des Hauses 
Habsburg. 
Die Zahl der Staatsstipendien wurde durch Creirung dreier Stipendien für Manu- 
facturzeichner vermehrt und dieselben zum ersten Mal für das Schuljahr tBSzIBB an zwei 
Zöglinge der Kunstgewerbeschule und einen Manufacturzeichner aus Zwittau verliehen. 
Die Prüfung der Bewerbungen wird in diesem Falle von Delegirten des Lehrkorpers 
der Kunstgewerbeschule und dem Leiter der Lehranstalt für Textilindustrie vorgenommen. 
Außerdem gelangten zur Vertheilung an Staatsstipendien 13 zu 20 H.. und 2 zu 15 H. 
monatlich, 5 solche zu 300 H. und r zu 450d. jährlich an Aspiranten des Zeichenlehrer- 
amtes, z zu 300 H. an Zöglinge der Ciselirabtheilung, endlich ein Jahreszuschuss von 
88 8.; von der Gesellschaft zur Förderung der Kunstgewerbeschule Stipendien im 
Gesammtbetrage von 4630 H. an 27 Schüler und H2 H. an Unterstützungen und Schul- 
geld für 8 Schüler; ferner: 
Das akademische Primienfondsstipendium mit lta H., das Fürst Schwarzen- 
bergÄsche mit 5c H. und das Franz Bnllarth'sche mit 250 11., das Stipendium der 
niederbsterr. Handelskammer mit 300 H., die 4 Freih. Louis von Haber-Linsbergschen 
Stipendien, das herzogliche Savoy-Liechtensteimsche Stipendium mit 220 8., die ein- 
jährigen Interessen aus der Hermann Hild'schen Stiftung mit 50 H. 40 kr., zwei Sti- 
pendien der croatischen Landesregierung, ein Stipendium der Section -Austriac des 
deutschen und österreichischen Alpenvereinea mit 250 H. und seitens des niederüsterr. 
Gewerbevereins wurde drei Schülern eine Unterstützung von ie loo H. bewilligt. 
Das hohe lt. k. Ministerium für Cultus und Unterricht widmete der Lehrmittel- 
sarnmlung der Schule sechs auf der internationalen Kunstausstellung angeltaufte Radi- 
rungen, und der Buchdruckereibesitzer Herr R. v. Waldheim zehn Arbeiten aus dem 
Nachlasse des Professors Laufberger; Frau Clementine Sieg], Gattin des Fabriksdirectors 
und Reichsrathsahgeordneten Herrn Eduard Sieg], um das Andenken ihres im Mai vorigen 
Jahres verstorbenen Sohnes, des Kunstgewerbeschülers Edmund Siegl, zu ehren, dessen 
Mitschülern, beziehungsweise der Kunstgewerheschule, ein Donauregulirungslos. 
Herr Baurath Friedrich Stach bestimmte loo H. zu einer Preisausschreibung für 
den besten Entwurf zu einem einfachen und würdigen Grabdenkmal. Zur Bewerbung 
berechtigt waren Zöglinge der Fachschule an der Kunstgewerbeschule, der Akademie der 
bildenden Künste und der technischen Hochschule. Das aus den Herren Hofr. v. Eitel- 
bergcr, Reg-R. Bucher, Prof. Herdtle, Prof. Karl König, Lehrer Kühne bestehende Preis- 
richtercollegium (an dessen Berathung theilzunehrnen die Herren Prof. Zumbusch und 
Otto König verhindert waren), erkannte den ersten Preis von 60 H. einem Projecte zu, 
als dessen Verfasser Herr Barabasz ermittelt wurde, den zweiten Preis dem Entwurf des 
Rud. Balulovits, beide Schüler der Kunstgewerbeschule.
	        

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