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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 23)

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französische Möbel; französische, italienische und englische Fayence- 
Gegenstände, Stotfmuster und Gefasse aus Indien, Marokko, Algier etc.; 
russische Tula-Arbeiten, Goldemail von Lepec; russische Teppiche; 
französische Bucheinbände von Gruel-Engelmann; Glasgegenstände 
von Baccarat und aus der Petersburger Fabrik; Gypsabgüsse nach älte- 
ren und neueren französischen Reliefs; Metallgegenstände von Skidmore 
in Coventry und Hart ä Son in London; galvanoplastische Copien von 
Goldsehmiedearbeiten von Franchi in London u. s. f. 
Der bei weitem grösste Theil dieser Gegenstände wird erst mit 
Schluss der Ausstellung von Paris in das Museum geschickt werden; 
aber den Bemühungen des Dr. Thaa, der sich in dieser Beziehung der 
freundlichsten Unterstützung des Herrn Hofrathes v. Schäffer erfreut, 
ist es gelungen, dass einige von diesen Objeeten schon früher wegge- 
schickt werden konnten; diese sind zum Theil im Museum angekommen. 
Wir werden in diesen „Mittheilungen" die vollständige Liste aller 
jener Gegenstände geben, welche vom Museum angekauft wurden, und 
zwar in der Reihenfolge, in welcher sie angelangt sind. Denn es handelt 
sich bei diesen Ankiiufen nicht blcs darum, dass diese Gegenstände auf- 
gestellt und den Besuchern des Museums zugänglich sind, sondern auch 
darum, dass dieselben unmittelbar nutzbar gemacht und sofort jenem 
Kreise der Industriellen, Fabrikanten und Künstler zugeführt werden, 
welche zur Fördenmg ihres Geschäftes diese Gegenstände brauchen. Zu 
diesem Behufe hat sich die Direction des Museums an jene Handels- 
kammern der Monarchie, aus deren bisherigem Verkehr es die Ueber- 
zeugung gewonnen hat, dass sie sich an den Bestrebungen des Museums 
lebhaft betheiligen, gewendet, und denselben bekannt gegeben, dass die 
in Paris angekauften Gegenstände - selbstverständlich unter jener Vor- 
sicht, welcher die Erhaltung und die Sicherstellung des Eigenthums be- 
dürfen - den betreffenden Industriellen und Künstlern zur Verfügung 
gestellt werden können. Denn nicht wenige Gegenstände sind es, die nur 
dann einen wirklichen Nutzen gewähren, wenn sie allsogleich benützt werden, 
Die in dem nachfolgenden ersten Verzeichnisse aufgeführten Ge- 
genstände sind zumeist orientalische Stoffe und Stotfmuster, gekauft in 
der Abtheilung "Algerien", Tapetenmuster der Pariser Firmen J. Des-- 
fosse, Gillon fils 8c Thoreiller, W. Seegers und Bezault dzCompq 
eine Anzahl von Krügen (Steingut, Porcellan und Fayenee) von zierlicher 
Form aus der Fabrik Minton; moderne fi-anzösische figuralisehe Reliefs 
von meist sehr eleganter Zeichnung und geistvoller Modellirung, und 
Gypsnbgüsse aus dem Musee Napoleon III. nach antiken Terracotten. 
Die zuletzt angeführten plastischen Werke sind theils für Ornamentbild- 
hauer und Decorateure, theils für Real-Gewerbeschulen von besonderem 
Werthe.
	        

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