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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 23)

45. 2 Friese. Mnsicirende Arnoretfen nnf Wolken thronend. Gypenbgnse. (7077-7078.) 
4G. 5 Reliefs mit verschiedenen Darstellungen. Gypsabguse. (7079, 7081-7084.) 
47. Maecaron, Gypsabgnss. (7085) 
48. 3 Reliefs mit verschiedenen Darstellungen. Gypsabgnss. (7086-7088) 
49. Weiblicher Satyr mit einem Sntyrkind. Gypsabguee. (7085).) 
50. „ „ „ ,., „ Gypsabguse. (7090) 
51. 4 Reliefs mit Kindern und Amoretten. Gypsabgues. (7091-7094.) 
52. Runde Scheibe mit einem Nebel, mit mueicirenden Gottheiten etc. an relief. Gype- 
nbgnee. (7095.) 
53. 5 Reliefs mit Ornamenten. Gypeabguss. Orig. im Musee Napoleon IH. Antik. (G906 
-691o.) ' 
4. Ornament mit) einem geiiügelten Genius. Gypsabguee. Orig. im Mnsee Napeläon III. 
Antik. (69114 
5. 3 Reliefornamente. Gypsabgiieee. Orig. im Musee Napoläon IH. Antik. (6912-6914.) 
G. T Ornamente. Gypanbgiieee. Orig. im Mnsee Nnpoiäon III. Antik. 6915-8921.) 
7. 4 Stirnziegel. Gypeabgüese. Orig. im Mnsee Napoiäon III. Antik. 6922- 6825.) 
. 9 Frieeornunente. Gypeabgüsee. Orig. irn Musee Napoleon III. Antik. (6926-6934.) 
Verwundete Amazone von einem Krieger gestützt; Bruchetiiek eines Friesen. Gyps- 
abgnss. Orig. im Mnsäe Nnpoiäon III. Antik. (6935) 
60. 4 Stirnziegel. Gypoabgiisee. Orig. im Mnsee Napeläon III. Antik. (6936-6939.) 
GI. Maske. Gypsahguu. Orig. im Musäe Napoleon III. Antik. (69-10.) 
62. Ornament. Gypuebguss. Orig. im Mnsee Napoiöon III. Antik. (69511) 
63. 2 Stimziegel. Gypsebgnxas. Orig. im Musäe Nepaleon III. Antik. (69-12-6943.) 
64. 6 Lampen. Gypsnbgiisae. Orig. im Mnsäe Napoleon III. (6944-6949.) 
65. Doppelnnpitiil. Gypsabgnsa. Orig. in der Alhnmbrn. (G950) 
 2 Capitiile. Gypeabgiisse. Orig. in der Alhambra. (6951-6952) 
u. 
gamma- 
Die Knnstindustrie Russlands. 
J. F. Wer hätte gedacht, dass Russland auf einer Weltausstellung durch seine Kunst- 
industrie interessant werden könnte? Und doch ist es der Fall. Russland galt bisher in 
dieser Beziehung als wesentlich das civilisirte Europa imitirend und seine Arbeiter standen 
in dem Rufe, geschickte, aber sclavisehe Copisten zu sein; die Specialitäten dieses Landes 
fielen nicht auf oder galten für Barharismen gegenüber dem Geschmacks der europäischen 
Oivilisation. Mittlerweile sind aber den Einsiehtigen über die Bedeutung des bisherigen 
europäischen Geschmackes die Augen geötfnet werden, die Schöpfungen des Orients, die 
man verachten zu dürfen glaubte, stehen oheuan in der Schätzung und selbst nationale 
Eigeuthümlichkeitcn sind zur Anerkennung gekommen. ' 
So ist es denn nicht Russlands civilisirte Kunstindustrie, welche ihm die Aufmerk- 
samkeit der Kunstfrennde und Knnstindustriellen und aller derer, die sich mit der grossen 
Zeitfrage der Geschmacksreform beschäftigen, verschadt haben, sondern eben seine bisher 
überschauen Specialitiiten. Jene Gegenstände, welche der grossen Mode folgen, darin Frank- 
reich bisher den Ton angab, und die wohl die Ausstattung aller gressen und wohlhabenden 
mssischen Hänser bilden, sie haben keine Spur von Originalität, höchstens dass sie die 
Fehler der Mode, die Willkürlichkeiten und Plumpheiten der Formen noch übertrieben 
zeigen. Von dieser Art sind die russischen Silberarbeiten, welche 'l'heetisch und Tafel 
zieren sollen, naturalistisch barocke, plumpe Gestalten. 
Andere Gegenstände, ebenfalls von europäischer Bildung, haben wenigstens im Ma- 
terial Eigenthiimlichkeit, insofern Stode, die Russland besonders an eigen sind, dazu ver- 
wendet werden. Dahin gehören die Malachitgeßsse oder Gefässe und Gerlthe von anderen 
Steinarten, wie Jalpis, Onyx, Achat, insbesondere Lapis lazuli. Einige Getiisse von letz- 
terem Steine fallen durch ihre Grösse auf, man Endet aber bald, dass sie aus kleinen 
Stückchen zusammengesetzt sind. Man kann nicht sagen, dass diese Gefässe, Vasen, Schn- 
len, Trinkbecher n. s. w. misslungen in den Formen sind, wenn wir sie aber mit den glei- 
chen Arbeiten des IG. und I7. Jahrhunderts vergleichen, die im "grünen Gewölbe" zu 
Dresden und in der Wiener Schatzkammer sich zahlreich erhalten haben und im öster- 
reichischen Museum das Entzücken aller Wiener bilden, so muss man sagen, dass die 
201m Gypsahgüssv Nr. 53 bis Incl. M sind nach antiken Tsrraconen. Die Originale blinden sich 
jetzt llll uvre (Mnsec Nspoleun lll.) und bildeten ehemals einen Theil xlesldnsauul Caulpllll in Rum. Sie sind 
in Paris auf der Weltausstellung in der Ahlhailung des lrlnlösisuhen Unterrichtes ausgestellt.
	        

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