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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 33)

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Dritter Jahrgang. du 15. Juni 1868. 
k. k. österr. Museums für Kunst 8:. Industrie. 
(Monatschrift für Kunst 8a Kunstgewerbe.) 
(Am 15. eine: jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr 3 ü  W. 
Bedacteur Dr. G. Thu. Expedition von C. GernlxPs Sohn. Man abonnirt im Museum, bei 
Gerold B: Camp" durch die Postansfalten, sowie durch alle Buch- und Kunsthßndlungen.) 
l n h ll i: Uebir die gllvlloplullschen Repmductionan llll dem Alßlier de: öslerr. Museums. - Uehtr eine 
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Alllltellung im Cllrulon. - Tlrolsr Mnrmor. - Kleine Mltlhe ungen- - Fortuhnug de! Ver- 
zelnhnlslul a" Im au". luuum Hullchen Gypubgül . - Knnlog a" gnluuuplnstisehen m. 
protlncllnußll. - Anzeige. 
 
 
Ueber die galvanoplastischen Beproductionen aus dem Atelier 
des österr. Museums. 
FlL-n. Zu den technischen Verfahrungsarten, die gemeinhin angewen- 
det werden, um plastische Gebilde in der vollen körperlichen Erscheinung 
wiederzugeben, hat sich seit einer Reihe von Jahren zu den bis dahin 
allein geübten, zu Gypsgnss und Sehwefelabdruck, die Galvanoplastik 
hiuzugesellt. Als Genossin der Photographie, nur um weniges älter als 
diese, legte die Galvanoplastik die Entwickelungsperiode nahezu gleich- 
zeitig mit dieser zurück und beide, Photographie wie Galvanoplastik, haben 
bei ihrem Auftreten neben geringerBeachtung und Unterschätzung auch die 
iiberschwänglichen Anschauungen von ihrerBedeutung, Zukunft und den Re- 
volutionen, die sie auf dem Gebiete der zeichnenden Künste zu bereiten be- 
stimmt sein sollen, hervorgerufen. Die Zeit hat gelehrt ein ricbtigeres Muss 
der Werthschätzung zu finden, ich sage „ein richtigeres", weil das „rechte" 
sich darum noch bis heute nicht vollkommen feststellen lässt, weil die 
Grenzen der Anwendbarkeit lange nicht nach allen Seiten erreicht sind, an- 
dererseits aber die Fortschritte der Wissenschaft der Physik und Chemie 
manches bisher noch Unmögliche durchführbar erscheinen lassen werden. 
Dies gilt in erster Reihe von der Photographie; was die in Bezug 
auf Treue der Wiedergabe der Körperformen und Linienbewegung ihr 
gewissermassen verwandte Galvanoplastik anbetrifit, so lässt sich nicht 
leugnen, dass wir schon auf einem gewissen Höhepunkt der Vollkom- 
menheit in der Ausfühnmg stehen, an dem angelangt sich wohl das 
Gebiet der Anwendbarkeit sicher noch vielfach erweitern lassen wird, 
ohne dass aber diese jetzt erreichte Vollkommenheit an Intensität wesent- 
lich gewinnen dürfte. WVenigstens sind es nur noch sehr wenige Forde- 
rungen, die wir an die Galvannplastik zu stellen berechtigt sind und die 
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