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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 34)

""34- MITTHEILUNGEN WEI- 
Dritter Jahrgang. 15. Juli 1868. 
k. k. österr. Museums für Kunst 8L Industrie. 
(Monatsschrift für Kunst 8c Kunstgewerbe.) 
(Am 15. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr 3 d. ö. W. 
Redacteur Dr. G. Thss. Expedition von C. Gerold's Sohn. Man ubonnirt im Museum, bei 
Gerold b Cemp., durch die Postanstalten, sowie durch alle Buch- und Kunsthandlungcn.) 
r uhllt: am Blick m die Bestrebungen du am". Museums. - Ein lhhuruf m am Gluindustrie Böh- 
mens. - Die Kuustgswerbuehule in München. - Ueher lhssregeln zu: Verbreitung und Hebung 
a" gewerblichen Zeiehenuulerriehtes. - Votum der Wiener Kuultgeuossensnhsfll über den 1mm 
Donner-Brunnen. - Kleinere Mittheilungeu. - Siebenter Veruidzuiu m auf der Pullsr Welt- 
lulllellung erworbenen Gegenstände. - Bihliothekl-Kluicg. 
(im einer e eilige, in a" sum eines halben Druekbogsul.) 
Ein Blick auf die Bestrebungen des österr. Museums. 
Das laufende Jahr hat für das österreichische Museum zwei seit 
lange gehegte Wünsche zur Thatsacbe werden lassen: den Neubau des 
Museums und die Gründung der Kunstgewerbeschule. Mit diesen 
Thatsachen verbinden sich andere nicht minder erfreuliche: die Erweite- 
nmg des Systemes der Wanderausstellungen in den Kron- 
ländern, die gesteigerte Verbindung des Museums mit den Landes- 
ausschiissen und Handelskammern der Kronländer, und die 
überall an den Tag tretenden Versuche der Begründung gleichar- 
tiger Institute in Deutschland. 
Der Neubau des österreichischen Museums wird in diesem Monate 
beginnen; es wurde zu diesem Behufe vom Ministerium des Unterrichtes 
eine Baucommission niedergesetzt, welche sich mit allen jenen Angele- 
genheiten zu beschädigen hat, welche sich auf den Bau beziehen. Der 
Bau soll drei Jahre dauern; heuer hofft man die Fundamente vollständig 
zu beenden, das nächste Jahr den Bau unter Dach zu bringen und im 
dritten Jahre den Innenbau fertig zu machen. Se. k. Hoheit der Herr 
Erzherzog Protector hat gestattet, dass das Curatorium des Museums 
wegen einer feierlichen Grundsteinleguug sich an das hohe Ministerium 
wendet, und seine Zustimmung dazu gegeben, dass das Curatorium das 
Programm zu einer grösseren Ausstellung von Gegenständen der älteren 
und neueren Kunstindustrie des Inlandes wie des Auslandes in Erwägung 
zieht, mit welcher der Neubau des Museums eröffnet werden soll. Dass 
der beschleunigte Bau des österreichischen Museums eine dringende 
Nothwendigkeit sei, darüber kann sich Jedermann in den Räumen des 
Museums tagtäglich überzeugen. In diesen Räumen ist nicht mehr mög- 
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