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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1869 / 45)

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Ist die Autorschaft Maso Finiguerrafs bei dem in Florenz 
befindlichen Crucifixe richtig, so ist auch das vom Museum 
gekaufte eine Arb e it desselben Künstlers. 
Abgesehen selbst von dieser verxnuthlichen oder wahrscheinlichen 
Entstehung ist der antiquarische Werth unseres Werkes ein sehr be- 
deutender. Ein ähnliches Stück von gleicher Bedeutung ist bis jetzt 
kaum im Kunsthandel vorgekommen, ein paar im Verhältniss unbedeutende 
Stücke aus der Sammlung Debrage Dumenil erreichten bereits 1863 die 
Summe von 6100 Frcs., und seitdem sind die Preise für alles Gute iur 
l 
gestiegen. x 
Der in Rede stehende Gegenstand ist auch, bei der Zartheit er 
Technik, sehr gut eonservirt, und enthält ausser der Emailverzierung mich 
die silberne Originnlfigur des Christus im Hoehrelief. Was die übrigen 
Gegenstände der Verzierung betriEt, so befinden sich auf den EckAn yder 
Kreuzbalken, die in Vierpassform gehalten sind, die Figuren voriMlria, 
Johannes, Magdalena und Nicodcmus; in der Mitte ist eine Defstellung 
des Pelikan mit seinen Jungen. Auf der Rückseite betindetßich ent- 
sprechend oben St. Christoph, unten ein Wappen mit einem Krelß darüber, 
in der Mitte Maria mit dem Kinde, zu der Seite St. Peter 111i St. Paul. 
Die mittleren Felder der Kreuzbalken sind überall auf beidef 58mm mit 
Blumenomament bedeckt, alles in der bereits angegebenenyimßilßfl sehr 
farbig gehalten. XI 
Anmeldungen für die österr. Kunstgewerbe-Ayyütßllllng im 
Jahre 1871. ' 
Erstes Verzeichniss. f 
Die in neuerer Zeit mit grösserer Bestlmmthuiytällfl-Tetelldß Nihili- 
richt, das South-Kensington-Museum beabsichtige ifFrühjühf 1371 - 
noch genauer: am l. Mai 1871, als dem zwanzigstenlahrestag dßr ersten 
Weltausstellung A eine internationale Musterausstel g z" eröffnen, ÜCSS 
es der Direetion des k. k. Oesterr. Museums als Cht erscheinen. mit 
den Vorbereitungen für die jisterrn-Kunst-Gewerbe Stellung nicht weiter 
vorzugehen, ohne die Hauptbetheiligten, die K11, industrielle" nämlich: 
direct befragt zu haben, ob sie in dem Zusammfeßeß der beiden Aus- 
stellungen in der Zeit und im Grundgedankenlln Hinderniss liir das 
Zustandekommen der hiesigen erblicken odeiylchtw 0b Siß vorziehen 
würden, sich an der Londoner zu betheiligen Die hervorragenden In- 
dustriellen nun, welche zu befragen die Dire u Gelegenheit hatte, er- 
klärten einstimmig, dass an dem einmal gefa u Beschlusse festgehalten 
werden müsse. Notorisch sei der Gedanke er österr. Musterausstel- 
lung vom Oesterr. Museum ößentlich ausg "Übe" Würden lange vor
	        

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