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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 49)

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2. In Canton Hr. E. J.Eitel, Cand. theol. aus Esslingen in Wür- 
temberg, gegenwärtig in dem London Mission Hause in Canton angestellt, 
wo er sich verschiedenen Mitgliedern der Expedition sehr förderlich er- 
wies. Von warmem Interesse für Oesterreich erfüllt, ausgezeichneter Lin- 
guist und Kenner China's, welches er in Angelegenheiten der Missions- 
geeellschaft vielfach "im Innern durchreist, ist Herr Eitel in der Lage, 
dem k. k. Museum in den verschiedensten Richtungen erspriessliche 
Dienste zu leisten und hat sich hierzu in der liebenswürdigsten Weise 
bereit erklärt. 
3. In Shanghai Rev. E. W. Syle, Caplan der Seamands Church 
daselbst, einer der ältesten Residenten dieses wichtigen chinesischen Hafen- 
platzes und als Vorstand einer Missionsschule mit vielen Eingebornen in 
stetem Verkehr, dabei sehr dienstfertig. . 
4. Mr. Edward Cunningham, Chef des nordamerikanischen Hand- 
lungshauses Russell ä- Comp. in Shanghai, einer der reichsten und an- 
gesehensten dortigen Kaufleute, welcher in allen Theilen China's und auf 
den Philippinen Beziehungen unterhält. 
5. In Peking Rev. Dr. J. Edkins von der London Missionary 
Society, vieljähriger Resident in China, gründlicher Kenner des chine- 
sischen Idioms und in vielfacher Beziehung mit allen Gesellschaftsclassen. 
6. Ebendaselbst Dr. S. Wells Williams, der berühmte Verfasser 
des soeben in liinfter AuHage erschienenen Werkes: "Chinese Commer- 
cial Guide" sowie des „Middle Kingdcm", welches auch in deutscher 
Uebersetzung (Cassel1852) erschienen ist. Herr Dr. Williams ist gegen- 
wärtig interimistischer Geschaftsträger der nordamerikanischen Union in 
China. Er und Herr Eitel haben noch in besonderen Zuschriften ihre 
volle Bereitwilligkeit, die Interessen des Museums zu fordern, aus- 
gesprochen. 
Allen diesen Herren übergab Hr. Hofrath v. Scherzer auch eine in 
englischer Sprache abgefasste gedruckte Desideratenliste für das Oesterr. 
Museum für Kunst und Industrie. 
Die Arbeiter-Industrie-Ausstellung. 
Vor vier Jahren wurde zum ersten Male - in äusserlieher Verbin- 
dung mit dem Verfassungsfeste -- eine Ausstellung von gewerblichen 
Arbeiten veranstaltet, deren Aussteller zugleich die Verfertiger sein 
mussten; eine Ausstellung für die Arbeiter, nicht für die Fabriksinhaber, 
Firmaträger etc. Die kriegerischen Ereignisse von 1865 verzögerten die 
Wiederholung des Unternehmens bis 1867, und abermals nach zwei 
Jahren sehen wir eine dritte Arbeiter-Industrie-Ausstellung zu Stande 
kommen, welche sich von den früheren nur dadurch unterscheidet, dass
	        

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