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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 24)

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Beaux-Arts nicht gehalten werden und dass es sehr schwer sei, im Falle 
einer Apertur eine geeignete neue Kraft zu finden. Ueber die Schüler- 
arbeiten, welche auf Grundlage des schriftlichen Programmes ohne Namen 
der Schüler nur mit Nummern bezeichnet einlangen, urtheilt eine Jury 
exterieur - von Personen, welche der Anstalt nicht angehören, gebildet. 
Exemplare solcher schriftlichen Programme habe ich mir ausgebeten. - 
Am Ende des Schuljahres, in den ersten fünf Tagen des August, findet 
stets die öffentliche Ausstellung der Sehülerarbeiten statt. Ihre Ergeb- 
nisse stehen mit dem grossen Aufwande von geistigen Kräften und Un- 
kosten nicht ganz im Einklange. Es scheint, dass die höchst ungünstigen 
Raumverhältnisse, im Vergleich mit der grossen Schülerzahl, eine höhere 
Entwicklung der einzelnen Talente sehr beeinträchtigen. Qualitativ wird 
nichts Grosses geleistet; etwas Bedeutendes ist es aber immerhin, wenn 
jährlich über 1000 Personen im Sinne des Lehrplanes dieser Anstalt 
zeichnen lernen und von hier aus, wie dies der Fall, theils als "eleves 
serieux" in die Schulen der Architektur, und zum grösseren Theile in 
die Gewerbe, in die Porcellau- und Fayence-Fabriken, zu Ornament- 
malern u. s. f. übergehen. T. 
Internationale Gonvention zur Anfertigung von Reproduetionen 
der Kunstwerke aller Länder für Museumzwecke. 
Die Engländer haben mit praktischem Auge die Gelegenheit der 
gegenwärtigen Weltausstellung benützt, um von den zum Besuche der- 
selben eingetroffenen Fürsten die Bewilligung zu erhalten, dass die Kunst- 
werke der betreffenden Länder für-Museumzwecke reproducirt werden dürfen. 
Die Wichtigkeit dieser Rieproduetioneu zur Bereicherung der Samm- 
lungen ist wohl schon länger erkannt worden und sie ist - abgesehen 
von den monumentalen Kunstwerken, die eben nur durch Reproductionen 
in weiteren Kreisen bekannt werden - auch bei den Arbeiten der Klein- 
kunst heutzutage um so grösser, je mehr die steigende Erkenntniss über 
den - künstlerischen und unmittelbar praktischen - Werth guter Kunst- 
gegenstände aus besseren Stylepochen den Preis der Originalien in die 
Höhe treibt. Es haben sich jedoch dem Vorhaben der Nachbildung der 
Kunstwerke bisher häufig engherzige Rücksichten entgegengestellt Diese 
durch Gewinnung der Fürsten Fir die Idee der allgemeinen und wechsel- 
seitigen Nutzbarmachung der Kuustsehätze aus dem Wege zu räumen, ist 
der Zweck der Convention, welcher die fürstlichen Vertreter der meisten 
europäischen Staaten bereits beigetreten sind. 
Die Conveution lautet in deutscher Uebersetzung (aus dem eng- 
lischen Originaltext) wie folgt:
	        

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