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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1871 / 68)

Die ausgestellten Arbeiten der Herren Macht und Beyer, Schüler der 
Kunstgewerbeschnlel, fanden vielen Beifall; eine grössere Ausstellun der 
Schüler-arbeiten der Kunstgewerbeschule findet im September zugleic mit 
der kunstgewerblichen Ausstellung zur Eröffnung des neuen Museums statt. 
Der Cassastand der Gesellschaft beträgt gegenwärtig ausser den im 
abgelaufenen Jahre einge ngenen Jnhresbeiträgen von 2735 B. an Inter- 
essen vom Capital 2147 . 49 kr. Das Oapital ist 32.000 tl. Communnl- 
anlehen und 300 i]. Rente. 
(Die Dilrerausslellung) des Museums, welche in den ersten Tagen 
d. M. erößnet wurde, umfasst 264 Werke Diirer's, darunter 103 Origi- 
nalhandzeichnungen. Der mit einem Holzschnitt nach Dürer gezierte 
Katalog dieser Ausstellung ist zum Preise von 20 kr. im Museum zu 
haben. 
(Eine kunstgewerbllclio Ausstellung) wird in Olmiits sln 17. September 
l. J. erödnet werden und soll sich vorzugsweise auf Objects der nachbenannten Art er- 
strecken und zwar: 
u) Geflechte und Gewebe aller Art, Stickereien, Tapisseris-Arheiten (Frsusnarbeitsn), 
Pupiertapeten, dessinirte Papiere, Bekleidnngsgegenständs aller Art, Lsckirerarbeiwn, 
Ernail-, Mosaik, Holzr, Porcellau- und Glasmalereien, Leder-, Buchbinder- und 
Galanteriearheiten etc. 
b) Modelleun, Graveun, Ciseleurarbeitou, Drechsler- und Bildhauernrbeiten aller Art 
aus Thon, Glas, Porcellan, Holz, Eisen, Horn etc. 
o) Bsu-, Möbel- und Knnsttisehlerarheiten, Tapezieren, Anstreicher- nnd Vergolder- 
arbeiten, Zimmermalereien, Lauhsägearbeiten etc. 
d) Brouaearbeiten, Gold- und Silbersrbeiten, Bijouterien, Bau- und Kunstschlosscr- 
arbeiten, Spengler- und Watfensehmiedsrbeiten etc. 
e) Photographien, Entwürfe, Zeichnungen zu kunstgewerblichan Erzeugnissen jeder 
Art, Pläne, Schrift, Druck und graphische Künste. 
Reich wie der Handelskulnrnerbezirk von Olxniitz an leistungsfähigen Gewerhtrei- 
beuden und an tüchtigen Arbeitakrätten ist, erscheint eine lebhsße Bstheiligung an dieser 
Ausstellung ebenso ausüihrbsr als wünschenswerth. Das nähere Programm gelangt mit 
Nlichstem zur Verötfentlichuug. Auskünfte erlheilt über frsnhirle Anfragen der Secretlir 
der Ausstellung, Dr. Victor Kallins (Handelskammer, Oberriug Nr. 202) in Olmiiu. 
(Die llolheln-Ausstellung zu Dresden 1871) wird, wie bereits gemeldet wurde, 
vom 15. August bis I5. October d. J. dem vorjährigen Programm entsprechend abgehalten 
werden. Die Protection des Prinzen Georg von Buchsen und der Frau Prinzessin Csrl 
von Hessen ist dem Unternehmen aufs Neue gewährt worden. Die unmittelbare Ver- 
gleichung des im Besitz der Frau Prinzessin Carl befindlichen ersten Exemplars der 
„Madonna mit der Familie Meyer" mit dem Exemplar der Königlichen Gemälde-Galerie 
zu Dresden wird vor Allem den lebhaften Antheil der Kunstfreunde hervorrufen. Ausser- 
dem ist bereits durch die vorjährigen Anmeldungen eine Vereinigung von über 50 Ge- 
mälden, zahlreichen Hundzeichnungen und einem fast vollständigen Exemplar aller Holz- 
schnitte, Kupferstmthß, Photographien und sonstigen Vervielfältigungen der Werke Hol- 
bein's gesichert. 
Das Coniite (an dessen Spitze Directur Sehnorr v. Carolsfeld in Dresden und Prof. 
Felsing in Darmstadt stehen und in welchem Dr. A. v. Zahn in Dresden als Sacretir fun- 
girt) wird die im vorigen Jahre erlassenen Einladungen an die Direcllonen öGentlieher 
Sammlungen und Besitzer von Gemälden oder Handzeiohnungen des Meisters durch be- 
sondere Zuschriften wiederholen und richtet nun an solche, denen eine directe Einladung 
nicht zugegangen sein sollte, die Bitte, die ihnen zur Verfügung stehenden Werke Hol- 
bein's im Interesse der Verherrlichung des grossen deutschen Meisters und der genaueren 
Kenntniss seiner Wirksamkeit dem unterzeichneten Comitb zu der bezeichneten Ausstel- 
lung gütigst anvertrauen zu wollen. Von Wien aus werden mehrere Gemälde und Hand- 
zeiehnungen H. Holbeinä d. J. nach Dresden zur Ausstellung geschickt werden. 
 
Beilage: Jahresbericht der Gesellschaft sur Förderung der Kunstgewsrbeschule, für 1870. 
 
Selbstverlag des kais. kön. Oesterreichischen Museums. 
Druck von Carl Gsroldü Sohn in Wien.
	        

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