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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1871 / 73)

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Die gamma Zeit des verflossenen Schuljahres verlief unser der Erlernung der Ele- 
mentar- und Voriibungen fiir des Holzschnitzen, nämlich des Zeichnens und Model- 
lirens, denn die Schüler hatten vom Zeichnen und Modelliren gsr keinen oder ganz 
schlechten Begrid, so dass mit sämmtlichen mit den ersten Grundlagen in: Zeichnen be- 
gonnen wurde, was such mit Hilfe der ebenso einfachen als praktischen Herdtldschen 
Vorlagen einen so erfreulichen Fortgang nslnn, dsss im Februar schon mit einer Abthei- 
lung die Anfänge im Modelliren vorgenommen werden konnten. 
Mit Uebersiedluug der Schule in die von der Stadtgemeinde Hnlleiu bereitwilligst 
und auf's Beste hergerichteten Loculitäten aus den beschränkten provisorischen Räum- 
lichkeiten war die Schule in die Lege versetzt, den Unten-icht nbtheilungsweiss besser 
zu organisiren, und vom l. Mai an sämmtliche Schüler um Modelliren theilnehxnen zu 
lassen. Die Schüler sind nun in zwei Abtheilungen eingetheilt, welche abwechslungsweise 
je einen Tag zeichnen und einen Tag modellixen. 
Auch im Modelliren wurden in dieser kurzen Zeit ganz erfreuliche Resultate erzielt, 
se dass mit der 2. Ahtheiluug bei Beginn des neuen Schuljahres mit den: Holzschnitzen 
begonnen werden kann, welche schon seit einiger Zeit sich in der Hsndlubung der 
Schnitzwerkzeuge etc. übt. 
Der regelmlssige Schulbesuch und der Eifer, mit welchem die Schüler ihren Ar- 
beiten obliegen, berechtigen zu den schönsten Hoffnungen, so des: die weitere 
Entwicklung und Lebensfähigkeit dieses niitzlichenlnstituts eusserFrege gestellt ist. 
Noch bleiben uns zu erwähnen die Namen der Geber, welche dem jungen Insütnte 
während der kurzen Zeit seines Bestehens Gehen zugewendet haben: 
Herr Ascen Cenrnd, Fabrikant auf Chnrlottenhiitte; Herr Dr. Albert Eder, Prälat 
in Salzburg; die Direction des Oesterr. Museums fiir Kunst und Industrie in Wien; der 
Gewerbeverein in Salzburg; das h. h. k. Handelsministerium in Wien; die Hundelsksmmer 
in Snlzhnrg; Herr Andreas Hintner, Bürgermeister von Hnllein; Herr Kasper Schut- 
teuer, Spengler in Hnllein. 
Hellein, im September 1871. 
Im Auhrag des Schul - Comites: 
W. Fr. Schünhut. 
Director der Holzsehnitzereischule. 
w. 
Wiener Weltausstellung. 
Für die sllgem eine Ausstellung im Jahre 1873 ist nachstehende 
Gruppen-Eintheilung festgestellt worden: . 
l. Gruppe. 
Bergbau und Hüttenwesen. 
n) Fossile BrennstoEe (Kohle, Erdöl etc); 
b) Erze und daraus gewonnene Metalle; 
c) im Vorstehenden nicht angeführte Mineralien (Salz, Schwefel, Graphit etc.) mit Aus- 
nehme der sls Beumnterlnlien verwendeten (18. Gruppe); 
a!) Legirungen als RohsmBe; _ 
e) Zeichnungen und Modelle von Objecten des Bergbuues, des Hilttenwssens und un- 
derer Gewinnungsweiseu, Grubenkmen; 
f) geologische Arbeiten, geologische Knrten ete.; 
y) Werkzeuge und Vorrichtungen Hi: den Bergbau, das Hüttenwesen und die Gewinnung 
von zu Tege liegenden Mineralien; 
h) Producionsstetiexik. 
2. Gruppe. 
Lnnd- und Fnrstwirthscheft. 
u) Nlhrungs- und Medieinnlpßmleu, mit Ausnahme von frischem Obst und frischem 
Gemüse, welche den Gegenstand temporlrer Ausstellungen bilden; . 
b) Tubnk und andere nukoüsehe Pßnnzen, welche nls Genussmittel dienen; 
e) vegetabilische Spinnstoße (Baumwolle, Flnehs, Hanf, Jute, Chinsgrss etc.) und Ill- 
dere Hsudelspüsulen im rohen Zustends; 
d) Canons;
	        

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