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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 83)

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- Adam und Eva, Gruppe von dem vor Kurzem verstorbenen Bildhauer Lewy in Prag; 
- Polster, entworfen und ausgeführt von Fräul. Fürst; - gothischer Kasten, Geschenk 
der Gemeindevertretung der Stadt Znaim an das! Museum; - antike Thongefässe, Ge- 
schenk des Herrn Riedel, Telegraphenbeamten in Znaim; - Chroinolithographien von 
H. Gerold in. Berlin; - eine Suite von Photographien nach Handzeichnungen Albrecht 
Dürer}; - Drehtkbrbe aus der Fabrik des Herm.Tobisch in Wien; - Aetuingen auf 
Zinn und Messing von Hrn. Laubheimer in. Wien; - Portrait der Frau Minna Kreibig, 
Relief in Marmor von Hinterleitner; - gestickte alte. oriuitalische Teppiche, Eigen- 
tlrum des bayer. Nationnlmuseums; - eine Suite von Mbbelstoifen aus der Fabrik des 
Herrn Carl Giani; - Damensecretar vom Bildhauer J. Payer; -- Cartons zu Freske- 
gemllden für das Stiegenhaus des grati. Thun'schen Palais in Prag; Erstlingsarbeiten von 
Schülern der Prager Akademie unter Leitung des Herrn Prof. Trenkwald. 
(Besuch de! Iueeums.) Von der Wiedereröffnung der Museums am li Mai d. J. 
bis zum 31. Juli ist dasselbe von 39.108 Personen besucht worden - ungerechnet die ln- 
haber von Permanenzkarten sowie die Bibliotheksbesucher. Hiervon kommen auf den 
Monat Mai 13.2.06, auf den Monat Juni 14.601, auf den Monat Juli 11.301. 
(Architekt A. Hauer), Docent an der Kunstgewerbeschule, hat seine im verflos- 
senen Winter gehaltenen populären Vortrage wuber Saulenordnungena illustrirt mit Holz- 
schnitten soeben-bei A. Holder in Druck erscheinen lassen. 
(Die suuidlgo Iiinstarlaloommission tttr Gewerbesclinlaugeleganhaiten) 
beschloss in ihrer letzten Sitzung einen Antrag auf Ausschreibung eines Cbncurses im Ein- 
verstandnisse mit der Ellbogener Gemeindevertretung für die mit der Professur an der 
dortigen Cominunalrulschule zu verbindende Stelle eines Lehrers der Chemie an der 
Ellbogener Porcellanindustrieschule. Geprüfte Realschullehrer, welche Kenntnisse in der 
Farbenfabrication für Porcellan- und Glasindustrie nachweisen, sollen den Vorzug erhalten. 
Sollte sich kein nach dieser Richtung qualilicirter Bewerber melden so empfiehlt die Com- 
mission, einen geprüften Realschullehrer zum Zwecke seiner weitieren Ausbildung in der 
Farbenchemie am Wiener Polytechnicum mit einem Staatsstipendium für ein Semester 
zu versehen. 
Ausserdem wurde für die Gablonzer Quincaillerieschule die Ausschreibung eines 
Concurses für die Lehrerstelle der Chemie beantragt und zwar soll der Gablonzer Com- 
munalvertretung eine staatliche Beitragsleistung zu den Kosten dieser Schule in der Art 
in Aussicht gestellt werden, dass, was vom Gehalte des Lehrers der Chemie auf die 
Summe von 1200 H. abgehen wurde, aus den Mitteln des Handelsministeriums ergänzt 
wird. Ferner sollte ein Gründungsbeitrag für die Einrichtung des dortigen chemischen 
Laboratorium: gegen vom Lehrer zu erstattende Verwendungsantrage bis zur Hohe von 
1500 H. dieser Schule zugesichert werden. 
ln derselben Sitzung wurde der Commission mitgetheilt, dass das Handelsminister 
rium mit Herrn Jules de Brunfaut einen Vertrag abgeschlossen habe, laut dessen der- 
selbe übernimmt, gegen ein mässiges jährliches Honorar durch zehn Jahre einen Curs 
von je drei Monaten im Glasspinnen zu Gablonz zu ertheilen. 
Herr Jules de Brunfaut ist im Besitze eines Verfahrens, welches den Glas! 
faden eine ungewöhnliche Biegsamkeit und Eignung für das Weben, Sticken etc. verleiht. 
Mehrere von verschiedenen Vereinen beim k. k. Handelsministerium eingebrachte 
Gesuche um staatliche Subventionen für gewerbliche Schulen mussten nach Commissions- 
beschluss zur Erstattung präciserer Vorschläge zur Zurückleitung an die Petenten dem 
Unterrichtsministerium übergeben werden. I 
(Zweite Serie der _Ausste11ung_,der zeiohnanden Künste.) Mit 
Anfang August beginnt die Ausstellung der zweiten Serie der zeichnenden 
Künste. Dieselbe umfasst zwei Abtheilungen. Die erste Abtheilung ent- 
hält eine Reihe von Blättern, die bestimmt ist, dem besuchenden Publicutn 
die Terminologie der verschiedenen Arten der Holz- und Kupferstiche, 
Clairobscure- und Metallschnitte in wenigen Beispielen klar zu machen. 
Die zweite Abtheilung bringt eine Ausstellung von Kupferstichen für Gold- 
schmiedearbeiten, sämmtlich Eigenthum der Kupferstichsammlung des Mu- 
seums, also Arbeiten von Birkenhultz, Mignard, Morison, E. de Laune, 
Durand, Th. de Bry, Collaert, le Blond, Altdorfer, V. Solis. J. A. Du 
Cerceadu. a. m. Diese Ausstellung, welche der Aufmerksamkeit des kunst- 
gewerblichen Publicums besonders empfohlen sein soll, dauert drei Mo- 
nate. Im November wird wieder ein Wechsel eintreten,
	        

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