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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1873 / 94)

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schen Aufnahmen der Insel und ihrer alten Baureste. die Zeichnungen und Plane sein, 
welche die Expedition in die Heimath bringen wird. 
(Museum in Aquüajß.) In Aquileja wurde durch Intervention dortiger Kunst- 
freunde, Podestä Cicogna, Sandrigo, Stabill etc. ein Museum zur Aufbewahrung 
der Alterthümer Aquileja's aus der Romer- und Patriarchenzeit gegründet, das vom k. k. 
österr. Unterrichtsministerium subventionirt wird. Alle Freunde des Alterthums werden 
diese Massregel, welche der Verschleppung von Funden ein Ende macht, mit Freude 
begrüssen. 
(Verhandlung der n. o. Handelskammer vom ß. Mai.) Wir entnehmen der- 
selben folgende Punkte: 
Die Direction des k. k. üsterr. Museums für Kunst und Industrie dankt für die von 
der Kammer dem Museum zum Ankaufe von Mustern auf der gegenwärtigen Weltaus- 
stellung in Wien zugewendete Summe von 2000 bis 3000 fi. und ersucht gleichzeitig um 
baldige Flnssigmachung derselben, da wahrend der ersten Wochen der Ausstellung die 
günstigste Zeit für Erwerbungen und auch jetzt schon die überlegene Concurrenz aus- 
ländischer Anstalten, welche über grössere Mittel verfügen, zu bestehen sei. 
Der Direction wurde erwidert, dass der Betrag von 2000 H. am t. Juni und der 
Rest am t. Octnber d. J. bei der Kammercasse in Empfang genommen werden kann. 
Das k. k. Handelsministerium theilt mit, dass das Project des Herrn Carl Giani, 
betreffend die Gründung einer Fachschule für Kunststickerei in Verbindung mit einer 
schon bestehenden Kunststickereianstalt in Wien, nach den diesfalls gepüogenen Er- 
hebungen als nicht durchführbar erscheine, weil eine solche Fachschule nur dann ein 
wahres Bildungsinstitut für alle Arten der Kunststickerei sein kann, wenn sie eine von 
dem Unternehmen eines Privatmannes unabhängige Existenz habe. Herr Giani zog auch 
mittlerweile sein Project mit Rücksicht auf diese Erwägungen zurück. 
Um aber die Errichtung einer derartigen Fachschule neuerdings anzuregen, wendete 
sich das k. k. Handelsministerium an den Wiener Frauenerwerbverein mit der Anfrage, 
ob derselbe geneigt wäre, die Gründung einer Lehrwerkstatte für Kunststickerei in den 
Bereich seiner Thätigkeit zu ziehen? 
Das Kammerprasidium hat dem Handelsministerium bezüglich des Gegenstandes 
berichtet, dass die Kammer auch nach ihrer Eingabe vom 27. September v. J. mit dem- 
selben beschäftigt gewesen ist. Sie habe nämlich mittelst eines in Wien und in den 
österreichischen Kronländern verbreiteten Rundschreibens das Interesse der an dem Auf- 
schwunge der Stickerei betheiligten Kreise zu wecken gesucht und zur Unterstützung des 
nützlichen Unternehmens aufgemuntert; desgleichen fand mehrfach eine persönliche Ein- 
flussnahme statt, so dass bereits auf die in einer mitfolgenden Uebersicht verzeichneten 
praktischen Resultate der hierortigen Bemühungen für die Schatfung eines Schulfonds 
hingewiesen werden kann. Ausserdem zweifle das Präsidium nicht, dass die Kammer selbst 
das Werk mit einem namhaften Geldbeitrage aus den Erträgnissen ihrer -Kronprinzstiftung- 
zu fordern bereit sein werde. ' 
Noch in einer anderen Richtung sei die Kammer in der Sache thätig gewesen, 
indem sie die Grundzüge des Organisationsstatuts für die zu errichtende Anstalt in Er- 
wägung gezogen hat. Mit Rücksicht auf die eben stattfindende Weltausstellung hielt je- 
doch die Kammer den gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für geignet, die An elegenheit weiter 
zu verfolgen, und sie fand sich deshalb veranlasst, die Verhandlungen ür einige Zeit zu 
sistiren, um so mehr, als viele Mitglieder ihrer mit der Berichterstattung betrauten 
zweiten Section für die Ausstellung in mannigfachen Functionen directe sehr in Anspruch 
genommen sind. Nach einigen Monaten werden die Berathungen wieder aufgenommen 
und die Ergebnisse dem Ministerium vorgelegt werden. 
Se. Excellenz der Herr Handelsminister eröffnet, dass er in Folge eines Einschreitens 
um Gewährung einer Subvention aus Staatsmitteln zur Ausbildung von Xylographen im 
Einvernehmen mit dem k. k. Unterrichtsministerium einstweilen aus den zur Forderung 
des gewerblichen Unterrichtes verfügbaren Mitteln zwei Stipendien für begabte unbemittelte 
Xylographen, zum Zwecke der Ausbildung derselben im Zeichnen an der Kunstgewerbe- 
schule des k. k. Oestetr. Museums Tür Kunst und Industrie in Wien, für das Schuljahr 
i873[74 bewilligt und wegen Ausschreibung und Verleihung dieser Stipendien im Wege 
der Direction des genannten Museums das Erforderliche bereits veranlasst habe. 
(Zeiohenvorlagen in Gewerbesohnlan.) Die Commission zur Leitung der Gewerbe- 
schulen in Wien "theilt bezüglich der von der Handelskammer befürworteten Einführung 
eines Fachzeichenunterrichtes für Buchbinder, Ledergalanterie- und Cartonnagearbeiter an 
der Gewerbeschule auf dem Schottenfelde oder an jener in Gumpendorf und Vermehrung
	        

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