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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1897 / 11)

zur Durchführung dieser Meßregel nöthigen Mittel bewilligt und ange- 
ordnet, dass das Museum an Sonn- und Feiertagen während der Monate 
October bis März bis 4 Uhr und während der Monate April bis Sep- 
tember bis 5 Uhr bei freiem Eintritte offen gehalten werde. 
Diese neue Ordnung trat bereits am Sonntag den t7. v. M. in Kraft. 
Vorlesungen im Oeeterreioh. Museum. n. November 1897: 
Vicedirector Dr. Eduard Leisching! Jacob von Falke und das Oester- 
reichische Museum. - t8. November: Professor Dr. Eugen Guglia: 
Das heutige Rom. - 25. November: Universitäts-Professor Dr. Josef 
Strzygowski (Graz): Streit um die echte Leonardo-Madonna. - 
2. Decernber: Gallerie-Director Dr. Theodor v. Fritnmel: Aus der Ge- 
schichte der Gemälde-Sammlungen in Wien. - g. December: Vicedirector 
der k. k. Hof- und Staatsdruckerei Regierungsrath Georg Fritz: Neue 
Verfahrungsweisen auf dem Gebiete des Kunstdruckes. -- 16- DCCCmbIfZ 
Custos Dr. Julius von Schlosser: Die Kunst am Hofe Alfonsds I. von 
Ferrara. 
lm neuen Jahre finden folgende Vortragscyklen statt: Architekt 
Ludwig Bau mann: Das englische Wohnhaus (5 Vorträge). - CI-ISKOS 
Josef Folnesics: Geschichte des europäischen Porzellans (5 Vorträge). 
- Custos Dr. Carl Masn er: Geschichte des Möbels (5 Vorträge). Tage 
und Stunden dieser Vortragscyklen sowie die Bedingungen de!" Thail- 
nahme an diesen Cyklen werden rechtzeitig bekannt gegeben Werden- 
Besuoh des Museums. Die Sammlungen des Museums wurden im Monat 
October von 9515, die Bibliothek von X475 Personen besucht. 
Litteratur - Bericht. 
Feldmarschall Erzherzog Albrecht. Von Carl von Duncker, 
k. u. k. Oberst. Mit Illustrationen von Felician Freiherrn v. Myr- 
bsch. Titelbild von William Unger. Wien und Prag, F. Tempsky, 
t897. gr. 8". XII, 330 S. H. 12. 
Des ruhmgekrönten Aspernhelrlen siegreicher Sohn hat in dem oben genannten, 
über Anregung des Unterrichts-Ministeriums entstandenen Buche ein prächtiges littera- 
risches Denkmal erhalten. Oberst von Duncker entrollt vor den Augen des Lesers ein 
pietätvoll entworfenes Bild der militärischen Laufbahn des Siegers von Custoza von 
dessen Jugendtagen bis nn sein Lebensende. Die Ausführungen des Geschiclitsschreibers 
begleitet der berufenste Künstler rnit einer Fülle ausgezeichneter Illustrationen: Professor 
Felician Freiherr von Myrbach, der ltlr diese Aufgabe geradezu prldestinirt erscheint 
wie kein Anderer. 28 Vollbilder (darunter zt farbige) schmucken im vollen Wortsinne 
das Buch und mit Ausnahme des von William Unger in farbiger Radirung meisterhaft 
eusgefuhrten Portraits des Erzherzogs Albrecht (Titelbild) und einiger Ansichten und 
Bildnisse nach Jitc. All, C. Blass, Dauthnge, Joh. Ender, Jaschke, Kriehuber und Schrotz- 
berg sind sie alle von Myrbsch gezeichnet. Einzelne von den nach Myrbach'a Aquarellen 
von Angerer ör Goschl in Farbenzinltographie hergestellten Bildern, so, um nur ein 
Beispiel zu nennen, die Illustration auf Seite 107, Nachtmarsch der Brigade Erzherzog 
Sigismund, sind auch in technischer Beziehung als Musterleistungen zu betrachten. Ein 
vornehmer, gelauterter Geschmack war überhaupt bei der ganzen Anlage und Durch- 
fuhrung des prachtvollen Buches maßgebend und nächst den geistigen Urhebern des- 
selben gebuhrt auch dem schon so vielfach bewlhrten Verleger hiefur die vollste An- 
erkennung. Möge nun auch der reichlich verdiente Erfolg nicht ausbleiben und das 
schöne Werk als ein Volksbuch in des Wortes bester Bedeutung die Erinnerung an 
das von hohem Kriegsruhm umstrahlte Leben und Wirken des verewigten Erzherzogs 
als eines zur Nacheiferung anspornenden Vurhildes unentwegt-er Vatarlandsliebe und hin- 
gebendster Pliichterfullung fur kommende Zeiten im Bewusstsein der Söhne Oesterreich- 
Ungarns wach erhalten. R-r. 
l
	        

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