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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe X (1875 / 120)

Mitlheilunuen des k. k. ÜBSIBFTBIBII. Mnsaums 
KUNST UND INDUSTRIE. 
(Monatschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) 
Am 1. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr fl. 4.- 
Redacleur Bruno Buchor, Expedition von C. Geroldk Sohn. 
Man abonnirt im Museum, bei Gerold 81 Camp, durch die Posuanstalten, sowie durch 
alle Buch- und Kunsthandlungen. 
Nr. 12Q_ ( WIEN, I. SEPTEMBER 1875. X, Jahrg, 
  
1mm Die Gewerbe-Ausstellung in Teplitz. - Die hisrorische Ausstellung kunst ewerblichexj Erzeng- 
nisse zu Frankfurt s. M. - Die Kunstsammlungen und Zeichenschulen in asel. - Wleugr h:- 
storische Kunstausstelluu 1876. - Die Holzachuitzerei in Schleswig-Holstein. - Buche:- 
Revue. - Kleinere Mitthen uuge . - Publicationeu des Oesterr. Museums. 
 
 
Die Gewerbe-Ausstellung in Teplitz. 
Hatte die Wiener Weltausstellung eine mehrjährige Pause in der 
Reihe der Provinzial- und Localausstellungen verursacht, so ist wieder 
auf dieselbe der ausserordentliche Eifer zurückzuführen, der sich in diesem 
Jahre in jener Richtung kundgibt. Fast jeder Industriebezirk zeigt den 
Wunsch, sich selbst und anderen Rechenschaft abzulegen über die Art, 
in welcher die Lehren und Anregungen des Jahres 1873 benutzt worden 
sind. Besonders lebhaft ist die Bewegung in unserem ersten Industrie- 
lande, in Böhmen; Prag, Kolln, Teplitz, Böhruisch-Leipa, Friedland und 
noch mehrere Orte haben in diesem Sommer Ausstellungen ihrer gewerb- 
lichen Erzeugnisse veranstaltet. 
So anerkennenswerth im Allgemeinen diese Bestrebungen sind und 
so viel Werth wir eben auf solche kleineren, nur eine bestimmte Gegend 
oder gewisse Industriezweige umfassenden Unternehmungen legen, bei 
welchen nicht die Masse und das Vielerlei der Gegenstände den Besucher 
zerstreuen und die anderseits die Bildungselemente in einem kleinen Kreise 
aber in diesem auch wirklich allgemein verbreiten: so können wir doch 
das Bedauern nicht verschweigen, dass es nicht einmal in einem Kron- 
lande gelungen oder vielleicht auch gar nicht versucht worden ist, eine 
Verständigung über die Wahl der Orte und die Reihenfolge der einzelnen 
Ausstellungen zu erzielen. Dass in verschiedenen Städten, welche durch 
die Eisenbahnen einander sehr nahe gerückt sind, gleichzeitig oder doch 
in unmittelbarer Folge Expositionen stattfinden, welche wesentlich eine 
und dieselbe Tendenz haben, kann jeder einzelnen und der Sache im 
Ganzen nur nachtheilig sein. Die Kräfte werden in jedem Sinne zersplit- 
tert; Producenten, welche nirgends fehlen wollen, sehen sich zu unver- 
1875. 9
	        

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