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Objekt: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 53)

"'31 MITTHEILUNGEN wir-- 
Fünfter J ahrgaug. d e s 15. Februar 1870. 
k. k. österr. luseums für Kunst ü Industrie. 
(Monatschrift für Kunst 8a Kunstgewerbe.) 
(Am 15. eine: jeden Monat: erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr 3 G. ö.W. 
Bodnctaur Bruno lnolur. Expedition von C. Geroldäz Sohn. Mm abonnirt im Museum, 
bei Guold b Camp, durch die Poutnnntalten, sowie durch alle Bnch- und Klmnllmndlungen.) 
I lllll: Dli Aunlll der Wohnllnp- Utber Ilöml und CQHIIIIL ll. (Schlamm) - B. Coonhatd Blau die 
villtillllldln lßhhrlßtlnll. - D]! Erwerbungen de! l. k. Hünl- und Anlilnlwlbllnh im J. 1859. 
- Nenlgkolzen du fnxuän. Knnnt-lndnnrlo. - Bücher-Baue. - Fomauung du Vnniohniual 
dar Gypubgluo. - Klcinun Mmheilnngwn. - Inuun. 
(Blau dm Beilage in du Svizkn olnu lulben Drnakhugenl.) 
i? 
Die Ausstattung der Wohnung. 
Der Erfolg aller Bestrebungen zur Verbesserung des Geschmacks 
hängt zum wesentlichen Theile von der Ausbreitung der Einsicht ab, 
dass das Welten des Geschmackes nicht erst in einer gewissen oder un- 
gewissen höheren Region zu beginnen hat, dass nichts zu klein und nichts 
zu neheliegend ist, um den Gesetzen des Styls und der Harmonie unter- 
worfen zu werden. So lange man noch glaubt, nur an die Schöpfungen 
dI hohen Kunst Ün Massstab der Gesetzmässigkeit legen zu müssen, 
so lange man VI den Leuten Strenge zur Schau trägt und zu Hause 
lieh daRir um D hier gehen liest: so lange hat die bessere Richtung 
der Gegenwert h Vergleiche mit der Zeit vor zehn und zwanzig Jahren 
kaum viel grjen Werth eh den einer Mode und daher auch nicht 
die Garantie ü längeren Idßndes. Für den Augenblick sind unsere 
lnseen dem Publicmn noch eine andere Art von Theater: man 
Gesucht sie Zerstreuung, ßn hört „mit Interesse" den mit Beispielen 
belegten Eßbungm über Vor- und Riickschritte des Geschmacks, über 
Entwickeu und Verfall der Künste und die Ursachen dieser Erschei- 
nungenj, Cipdndet sogar wohl eine kleine Emotion wie bei dem Siege 
 im Schauspiel; aber auf dem weiten Wege von dem Schau- 
, - V piel-Hause bis zur Wohnung verdächtigen sich die Eindrücke 
und Eßchlüsee, wo sie überhaupt vorhanden waren, während wohl den 
h gar nicht einmal die Beziehungen zwischen einem Museum und 
ihrer Privatwohnung einleuehten und noch viel weniger die Pflicht des 
Einzelnen, in seinem Kreise an dem Reformwerke mitzuarbeiten. 
Erfordert "schon der einfache Menschenverstand, künstlerische Gesetze, 
deren Berechtigung man anerkennt und deren Beobechtung man z. B. bei 
öfentlichen Bauten und der Ausschmückung derselben begehrt, vor allein 
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