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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 8 und 9)

ist ein phantastisches Algenmuster, 
aus welchem ein Fleck mit einem 
kleinen Seestück in bemaltem Flach- 
relief ausgespart ist, zu Victor Hugos 
„Souvenirs d'un rnatelot", malerisch 
weich die Szene aus Flauberts „Coeur 
simple" auf dem dazu gehörigen 
Bande aus dunkelgrünem Maroquin. 
Durchaus künstlerisch behandelt 
auch Des Essars in Toulouse den 
Lederschnitt, indem er seinem goti- 
sierenden Band ein vornehm alter- 
tümliches Gepräge gibt. Er treibt das 
Relief gleichfalls auf eine Auflage, 
nimmt aber auch für den Überzug 
braunes, nur in der Nuance verschie- 
denes Rindsleder. In den gotischen 
Formen ist moderner Geist trotz des 
feudalen, von Windhunden gehalte- 
nen Wappens, das nicht in der Mitte, 
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Model zu einem Mittelstück der Kachelfolge mit den 
fünf Sinnen. Auch auf dem Salzburger Krug des Öster- 
reichischen Museums verwendet. Salzburg, um xöoo. 
Früher Sammlung Walcher 
sondern nach der oberen rechten Ecke zu angebracht ist und ebenso wie die 
einfach durchbrochenen Eckbeschläge aus matt oxydiertem Silber besteht. 
St. Andre de Lignereux setzt sich in genialer Rücksichtslosigkeit über 
alle Handwerkstraditionen hinweg und greift immer zu dem Mittel, das gerade 
am leichtesten die beabsichtigte Wirkung verbürgt. S0 treibt er einen weit 
verästelten Baum in hellen Bronzetönen aus dunkel gebräuntem Grund her- 
 
Bunte Kachel aus der Werkstätte des Hafners Paul Zilpolz in Linz. 
Zirka x58o. Starhernbergsches Schloß zu Elferding 
aus und bildet das Laub 
durch die üblichen kleinen 
Kreispunzen, etwa von dem 
Durchschnitte eines Uhr- 
schlüssels, die er bald zu 
dichten Massen zusammen- 
ballt, bald nur halb ausge- 
drückt sich verlaufen läßt. 
Ebenso raffiniert ist ein 
Rindslederrelief mit ge- 
kreuztenThyrsusstäbenund 
Laubwerk sowie andere 
goldig angehauchte Bände 
mit Fruchtzweigen behan- 
delt, bei welchen der Grund 
mit flotten, unregelmäßig 
verstreuten Mustern pun- 
ziert ist. Eine ähnliche Frei-
	        

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