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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 11 und 12)

Ju- 
„Hanf das Einkehrwirtshaus, 
ohne daß prinzipiell große Ab- 
weichungen stattfinden. Das ge- 
mauerte Erdgeschoß ist hier 
nur stets und vorwiegend den 
Pferden vorbehalten, während 
im vorspringenden Obergeschoß 
für die Reisenden gemeinsame 
Schlafräume angeordnet sind, 
in denen ebenfalls am Boden 
ausgeruht wird. 
Die Ausbildung der Zen- 
tralanlage, welche das Wohn- 
Stockwerk zeigt, erfährt eine 
besonders große Ausdehnung 
im „Amtswohngebäudeä im 
„Kona ", in welchem der Typus 
des Wohnhauses die größten 
Dimensionen annimmt. Der zen- 
trale Vorraum wird hier zu 
einem allgemeinen Warteraum, die umliegenden Stuben werden zu Amts- 
räumen, Empfangsräumen und so weiter. Hier tritt eine noch deut- 
lichere Annäherung an die Hofbildung (im Sinne des Atriums) auf, über 
welchem nur das hohe steile Holzdach statt des Firmamentes ruht. 
S0 zeigt sich der uralte im Abendland wie im Morgenland verbreitete 
Baugedanke der zen- 
tralen Halle, des zen- 
tralen Hofes als le- 
bendige Übung im 
bosnischenI-Iaus und 
macht es zu einer 
ebenso interessanten 
wie anregenden An- 
lage. In charakteristi- 
scher Form reichen 
sich Orient und Ok- 
zident hier die Hän- 
de. Sicherlich ist das 
eingehendere Stu- 
dium, solange die a1- 
ten Reste vorhanden 
sind, wertvoll und 
dankbar. Mohammedanisches Wohnhaus in Sarajevo 
 
Mohammedanisches Wohnhaus in Serajevo 

	        

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