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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

und deren Entstehung in den Beginn des XVI. Jahrhunderts fällt, stammt 
aus der Kirche des unter Josef II. aufgehobenen Klosters Waldhausen 
(ursprünglich Sabenich), das der mächtige Mühlviertler Dynast, auf den auch 
die Gründung des Zisterzienserklosters Baumgartenberg, in dessen Kirche 
er begraben ist, zurück- 
geht, im Jahre 1146 stif- 
tete." Das Werk, das durch 
seine dem Material an- 
gemessene geschlossene 
Formbehandlung auch 
wesentliche künstlerische 
Qualitäten aufweist, ge- 
langte vor einer Reihe von 
Jahren in den Antiquitäten- 
handel und wurde von 
dem kunstsinnigen Wiener 
Sammler Heinrich Von- 
willer erworben, dessen 
Witwe Klara sie in dan- 
kenswerter Weise wieder 
dem Museum des Landes 
Oberösterreich überließ. 
Ein zweites stim- 
mungsvolles Werk der 
Steinplastik, das in den 
Kriegsjahren ins Linzer 
Museum gelangte, stammt 
aus dem Ausgang des 
XVII. Jahrhunderts. Es 
befand sich auf dem Dach- 
boden der Ex-Domini- 
kanerkirche in Steyr, wo 
es früher in der ersten 
Kapelle der Epistelseite die 
Gruft der Familie Luckner- 
Weißenfeld geziert hatte, 
Abb. 17. Ignaz Mähl, Kirchenlehrer, 1774, 11011, vergoldet und bemalt bCVOT es naCh dem Einzug 
der Jesuiten einem primi- 
tiven Beichtstuhl weichen mußte. Anna Maria Freifrau von Weißenfeld, 
eine Tochter Maximilian Luckners, der von 1658 bis 1677 Bürgermeister in 
Steyr wareund der samt seiner Familie wegen ihrer Verdienste um die 
Gegenreformation von Kaiser Ferdinand III. geadelt worden war, hat ihrem 
1' Über die Herren von Machland und ihre Gründungen vgl. Pritz, „Geschichte des Stiftes Waldhausen", 
Seite 4 H.
	        

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