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Inhaltsverzeichnis: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

Der neue Lesesaal, „Augustiner-Saal" der k. k. Hofbibliothek in Wien mit der „Maria Theresia-Paramenxen- 
Ausstellung" 
den Lawrence damit herstellt, ist ähnlich demjenigen, den Lalique und andre 
mit durchsichtiger Emaille erzielen. In sehr vielen Fällen schliesst sich die 
Fassung dem Motiv, das durch die Eigentümlichkeit von Farbe und Form 
des Glasfragmentes suggeriert wird, an. Eines der markantesten Beispiele 
dieser Art ist die Brosche, welche eine Karawanenszene darstellt. Das Glas- 
stück, welches den Hintergrund bildet, ist rubinfarbig. Es ist die seltenste 
Art aller alten Gläser, vermutlich ein Teil einer alten Schale. Durch die Zer- 
setzung der Oberfläche hat sich eine kräftige hellglänzende Lichtmasse in 
der rechten Ecke gebildet, gut bemerkbar, wenn sie dem Sehwinkel richtig 
zugewendet wird. Dreht man das Glas, so verschiebt sich das Licht über 
die Mitte desselben und verschwindet links in der tiefstliegenden Ecke. In 
umgekehrter Stellung bedeckt sich die Oberfläche mit einem silbrigen Licht. 
Diese Eigentümlichkeit brachte ihn auf den Gedanken, Sonnenaufgang, 
Sonnenuntergang und Mondschein in der Wüste darzustellen. So ward das 
kleine, uralte Glasstücklein eingerahmt zwischen Palmen und Lotos und in 
den Vordergrund ward eine Karawane gestellt, die ihren langsamen Zug 
durch die Wüste nach den Pyramiden zu lenken scheint. Ein eigenartig 
poetischer Reiz ist diesem und ähnlichen Schmuckgegenständen von Law-
	        

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