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Volltext: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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Die Vereinigung verspricht viel in ihrem Aufruf und Programm und hat erst den Grund 
gelegt, von dem sie ausgeht. Sie bedarf starkerBegabungen, um so Großes zu vollbringen, und 
vieler günstiger Zusammenhänge, um überzeugend und schöpferisch wirken zu können. 
IENER ZEITKUNST. Der Maler Klotz-Dürrenbach bringt in den Räumen der 
„Wiener Zeitkunst" eine Reihe seiner Arbeiten zur Schau. Es sind hellfarbige, 
sinnenfrohe Darbietungen einer „vom großen Wunder des Seins" ergriffenen Seele, die 
mit kindlichem Sinn 
an die große Aufgabe 
der künstlerischen 
Gestaltung seiner 
Eindrücke und Träu- 
me herantritt. Als 
solche Äußerungen 
eines Suchenden, der 
die Bilder, die aus 
seinen Kinder-tagen 
vor seiner Seele ste- 
hen, gestalten will 
und die „Masken" 
flieht, die er den Din- 
gen abnahm, als er 
„vor der Natur stu- 
dierte", als solche 
Anfänge eines großen 
Wollens sind sie zu 
begrüßen. 
Danebensinder- 
probte und bewährte 
handwerkliche Lei- 
stungen von Mitglie- 
dern der Vereinigung 
bildender Künstlerin- 
nen Österreichs, Ke- 
ramik, Em ailarb eiten, 
Batik und Silber- 
schmiedarbeiten etc. 
zu sehen. Sie geben 
Proben aus unse- 
rem Wiener kunst- 
gewerblichen Milieu, 
das nun schon so 
Ornament von Ranson ausgebreitet und ge" 
(Aus dem Katalog der Omamentstichsammlung des Österr. Museums) fesügt iSt und endlich 
anfängt, auf weite 
Kreise auch außerhalb der so enge gewordenen Heimat erfreulich einzuwirken. Hier ist ein 
fester Boden, auf dem uns zukunftsfrohe Möglichkeiten erwachsen. 
HAUS DER JUNGEN KÜNSTLERSCHAFT. Eine zweite Ausstellung im 
„Haus der jungen Künstlerschaft" in derDorotheergasse führt den auffallenden Namen 
„Das neue Auge", glücklicherweise ohne triftigen Grund. Es ist eine Zusammenstellung von 
Aquarellen, Zeichnungen und graphischen Werken, die weder an das Sehvermögen noch
	        

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