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Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / 1, 2 und 3)

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mit phantastischem Reichtum angehäuft ist (Abb. 32), das kann heute erst 
allmählich geahnt werden. 
Klarer aber läßt sich die Wirkung der durch eine Macht konzentrierten 
Ströme auf einem Gebiete erfassen, das innerhalb des Islams als höchst 
sonderbar anzuführen ist, auf dem Gebiete der figürlichen Skulptur. War 
das Durchbrechen des Bilderverbotes schon für die auf das arabische 
Element als Hauptträger der islamischen Kunst eingestellte Forschung ein 
Problem, so ist es dies auch nicht weniger, wenn man die Anteilnahme der 
Türken ins Auge faßt, deren Kunst wir ja im wesentlichen als eine omamentale 
kennen gelernt haben. Wie wir aber bereits in deren Anfängen die Aufnahme 
iigürlicher Moti- 
ve aus fremden 
Kunstkreisen er- 
kannt haben, so 
wurde gerade die- 
se Veranlagung 
zur Verwertung 
fremden Kunst- 
gutes nun neuer- 
dings entschei- 
dend. Ala-eddin 
schmückte die 
von ihm erbauten 
Mauern seiner 
HauptstadtKonia 
mit vielen Skulp- 
turen, teils sol- 
chen, die er aus 
alten Zeiten vor- 
fand, teils solchen 
von eigentümli- 
cher neuer Bil- 
dung. So fanden 
sich als Bekrö- 
nung der Mauern 
oder in Wand- 
nischen der 
Palastbauten ver- 
wendet Löwen- 
figuren (Abb. 33), 
die noch deutlich 
die organisch- 
plastische Bil- 
dung der Spät- 
o 
Abb. 3c. Indsche Minute (Kenia)
	        

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