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Volltext: Monatszeitschrift XXIII (1920 / 1, 2 und 3)

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Moschee des Eroberers, die in jenem Sinne geltend gemacht wird, ging, nach 
türkischen Quellen zu schließen, in ihrer ursprünglichen Anlage in den Bahnen 
der frühosmanischen Architektur, deren konsequente Fortentwicklung fast 
von selbst zu dem Schema der Sophienkirche führte. Eine Anlehnung an diese 
iindet denn auch tatsächlich erst später unter den großen Architekten Hair- 
eddin (mit dem Bau der Bajesidmoschee 1501 bis 1507) und durch Sinan 
(1489 bis 1578) statt. Als ein Hauptwerk des letzteren, des Großmeisters türki- 
scher Baukunst, erscheint in diesem Sinne die 1550 bis 1556 erbaute Moschee 
Suleimans des Großen (Abb. 40), die wie die Sophienkirche einen mittleren, 
von vier Stützen getragenen Kuppelraum aufweist, der sich in der l-Iauptachse 
in zwei riesigen Halbkuppeln erweitert und seitlich noch durch Arkaden von 
Nebenschiffen abgetrennt ist. Doch schon hier zeigt sich das Streben nach 
einer Fortbildung über das vermeintliche ausschlaggebende Vorbild hinaus 
durch die weitere Öffnung der seitlichen Arkaden, die die Seitenschiffe in eine 
stärkere Beziehung zum Mittelraum bringen. Denn fast zugleich mit der 
Annäherung an das byzantinische Schema mußte der türkische Geist das 
Unbefriedigende dieser Lösung erkennen. Strebte er doch in seinem geo- 
metrischen, Raum und Masse nach allen Richtungen gleichwertig verteilen- 
den Empfinden (vgl. Abb. 18 und 38) nach einer kubischen Gesamtform, der- 
zufolge das Raumbild nach beiden Achsen in gleicher Weise in Erscheinung
	        

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