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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1877 / 142)

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sonders die Gewerbetreibenden, beginnen allmälig die Kräfte der Anstalt 
in Anspruch zu nehmen, so dass dieses neue Institut zu den besten Hoff- 
nungen berechtigt. 
Die Fachschule für Tischlerei und Drechslerei in Wallach.- 
Meseritsch. 
Als Leiter dieser Schule fungirte früher der Zeichenlehrer Karl 
Friedrich, und vom r. September 1876 an wurde die Leitung dem Leiter 
der bestandenen Fachschule in Haindorf, Franz Rosmaäl, übertragen. 
An der mit der Anstalt verbundenen Lehrwerkstätte sind überdies die 
Werkführer Franz Boes (für Kunsttischlerei) und Josef Lihai-ik (für Holz- 
schnitzerei) in Verwendung. lm Schuljahre 187516 waren 4.4 Schüler 
eingeschrieben, und zwar 20 für Tischlerei, 20 für Holzschnitzerei und 
4 Sonntagsschüler. Der Schulbesuch war ein befriedigender. Der mäh- 
rische Landesausschuss bewilligte zur Unterstützung der Schüler dieser 
Anstalt ro Stipendien a So H. ö. W. - Für Lehrmittel, Maschinen, 
Werkbänke u. dgl. wurden im Laufe des Schuljahres vom k. k. Handels- 
ministerium 620 H. bewilligt, und der Fachschule überdies von Seite 
des dortigen Consortiurns für landwirthschaftliche und gewerbliche Unter- 
nehmungen verschiedene Werkzeuge und Einrichtungsstücke im beiläufigen 
Werthe von 420 fl. für den Gebrauch übergeben. An Schullocalitäten 
sind zugewachsen: l Zimmer für eine Drechslerwerkstätte und 1 Zimmer 
für den Fachschulleiter. Durch den Verkauf von Möbeln und Möbelbe- 
standtheilen wurden 2240 H. 53 kr. gelöst, welcher Betrag theils zur Bei- 
schaifung von Materialien, theils für Arbeitslöhne und Remunerationen 
für besondere Arbeitsleistungen der Schüler verwendet worden ist. 
Die kunstgewerbliche Fachzeichen- und Modellirschule 
zu Reichenberg 
w, (Leiter und Lehrer C. Drahan) 
war von 8x Schülern besucht, von welchen jedoch 20 im Laufe des Jahres 
wieder austreten. In der Vorbereitungs-Abtheilung waren 54, in der Ab- 
theilung für Zeichnen und Malen 27 Schüler eingeschrieben. Die projec- 
tirte 3. Abtheilung für Modelliren konnte nicht eröEnet werden, weil 
durch die Errichtung einer Staats-Gewerbeschule in Reichenberg von 
Seite des Unterrichtsministeriums auch dem Bedürfnisse nach einem ent- 
sprechenden Unterrichte im Modelliren Rechnung getragen werden soll. 
Der Aufsichtsrath der Fachzeichenschule in Reichenberg bestand aus 7 Mit- 
gliedern unter Vorsitz des Obmannes des dortigen Gewerbevereines, Herrn 
Adolf Schmidt. 
Da der Unterricht an dieser Fachscbule vorwiegend auf die Zeit 
von 6-8 Uhr Abends beschränkt ist, die Arbeitgeber aber ihre Lehrlinge 
selten vor 6 Uhr entlassen, so musste, um dem unregelmässigen Schul- 
besuche vorzubeugen, der Unterricht auf die Zeit von 6'], bis 8'], Uhr
	        

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