MAK
Die Kunstblättersammlung wurde im Jahre xgoz um 650 Blätter vermehrt. 
Darunter sind besonders hervorzuheben x46 Bl. photographische Aufnahmen 
aus der Miniaturenausstellung der k. k. l-lofbibliothek, m1 Bl. Photographien nach 
Kunstwerken in den Domschätzen zu Aachen, Hildesheim und Trier, 2x Bl. 
photographische Aufnahmen von schottischen und englischen Bucheinbänden 
aus dem XVIII. Jahrhundert aus dem Besitze des Grafen Vinzenz Latour und 
40 Bl. Photographien von Eisenarbeiten aus der Sammlung Albert Figdor 
in Wien. 
Zu den hervorragendsten Erwerbungen der Büchersammlung im Berichts- 
jahre gehören das grosse reich illustrierte Werk von Gardner über die vom 
Burlington Fine Arts Club im Jahre xgot veranstaltete Ausstellung von Silber- 
arbeiten europäischen Ursprungs; die Publikation von Pemice und Winter über 
den Hildesheirner Silberfund (mit 4G Lichtdrucktafeln); das Werk von F. R. Martin 
über ältere Kupfer-arbeiten aus dem Orient (mit 70 Tafeln in Lichtdruck); das 
grosse unter der Ägide der Lyoner Handels- und Gewerbekammer veröffentlichte 
Werk von Raymond Cox, „L'Art de decorer les Tissus" (mit x27 farbigen und 
Lichtdrucktafeln); das zweibändige reich illustrierte Werk von Singleton, The 
Furniture of our Forefathers und Burtons Buch über das englische Porzellan; 
ferner Gust. Pazaureks Werk über die Gläsersammlung des Nordböhmischen 
Gewerbemuseums in Reichenberg (40 Lichtdrucktafeln); die Publikationen von 
Ferd. Lehner über das Krönungsevangelistar des Königs Wratislaw, den 
sogenannten Wyschehrader Kodex und von Omont über die Miniaturen der 
ältesten griechischen Manuskripte der Bibliotheque nationale zu Paris; die Tafel- 
werke über die Wallace Collection und schliesslich ein Exemplar der von Ch. Dou- 
delet in Antwerpen illustrierten flämischen Legende Beatrijs, in der nur in sechs 
Exemplaren hergestellten, auf Japanpapier gedruckten und von dem Künstler 
eigenhändig in der Art der alten niederländischen Miniaturen kolorierten Ausgabe. 
Als Geschenk erhielt die Bibliothek im Berichtsjahre u. a. folgende Bücher 
A und Kunstblätter: 
Vorn k. k. Handelsministerium zwei Bl. Originalzeichnungen, Entwürfe für 
das Plakat der Österreichischen kunstgewerblichen Ausstellung in London xgoz; 
von Herrn J. F. Langhans in Prag 220 Tafeln photographischer Aufnahmen aus 
dem kunstgewerblichen Museum der Handelskammer in Prag; von Herrn Dr. 
Goldschrnidt in Wien das Werk von Pit über die Gold- und Silberarbeiten im 
niederländischen Kunst- und Geschichtsmuseum in Amsterdam; vom Germanischen 
Nationalrnuseum in Nürnberg die von Theodor Hampe verfasste Festschrift zum 
50 jährigen Jubiläum des Germanischen Museums; vom Ungarischen Landes- 
Kunstgewerbemuseum in Budapest die Publikation von Radisics über den un- 
garischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris 1900; von Herrn Professor 
Hans Macht in Wien xo Bl. Originalzeichnungen, Entwürfe zu Tongefässen; 
von Freiherrn v. Lipperheide in Berlin den reich illustrierten Katalog der 3. Ab- 
teilung seiner Sammlungen für Kostümwissenschaft. 
In der Zeit vom x7. Jänner bis xg. März 1902 wurden fünf Vortrags-Zyklen 
und zwar zwei zu je finf Vorträgen, zwei zu je drei Vorträgen und ein 
zweistündiger veranstaltet. Die Teilnahme an diesen Zyklen erfolgte auf Grund 
einer Einschreibung, für welche eine Gebühr, und zwar für den Zyklus mit zwei 
Vorträgen x K und für jeden der anderen Vortrags-Zyklen 2 K eingehoben wurden. 
Nachstehend das Programm: 
Vortrags-Zyklen: I. Professor an der k. k. technischen Hochschule Dr. 
Josef Neuwirth: „Die Kunst des Mittelalters in Österreich". (Mit skioptischen 
Demonstrationen.) Durchschnitts-Frequenz 270 Personen. - II. Professor an der 
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VORLESUNGEN
	        

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