MAK
Oberinspektionsrat Gerenyi, Maler Klirnt, der Präsident der Pennanenten Aus- 
stellungskommission Dr. Richard Faber, Handelskammersekretär Dr. Erich Pistor, 
Bildhauer Kautsch aus Paris. Seine Exzellenz der Minister, der in Begleitung des 
Sektionsrates Dr. Schaukal erschienen war, wurde im Vestibül von dem Direktor 
des Museums, Regierungsrat Dr. Leisching, empfangen, der die Vorstellung vor- 
nahm. Hierauf erfolgte der Rundgang durch die Ausstellung. 
Am Eröifnungstage wurde auch der 17 Bogen starke Katalog ausgegeben. 
Seine k. u. k. Hoheit Herr Erzherzog Franz Ferdinand und Ihre Hoheit Frau 
Herzogin von Hohenberg haben mit ihren Kindern und dem Herzog Albrecht von 
Württemberg am 27. November und Seine k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste 
Herr Erzherzog Rainer hat am 5. Dezember die Ausstellung österreichischer 
Kunstgewerbe besichtigt. 
Seine k. u. k. Hoheit der I-Ierr Erzherzog Rainer hat am 22. Dezember 
neuerlich diese Ausstellung und hierauf die im Museum untergebrachte k. k. Fach- 
schule für Kunststickerei besucht. 
Von auswärtigen Ausstellungen wurden beschickt: 
Die rnuhammedanische Ausstellung in München mit einer Reihe der 
hervorragendsten Teppiche, mit Keramiken, Metall- und Holzarbeiten und 
Miniaturen; die Anstellung von Glasperlenarbeiten im königlichen Landesmuseum 
zu Stuttgart; die Ausstellung von Fayence-Plastiken des Erzherzog Rainer-Museums 
für Kunst und Gewerbe in Brünn. Ferner veranstaltete das k. k. Österreichische 
Museum gemeinsam mit dem Kaiser Franz joseph-Kunstgewerbemuseum in Salz- 
burg im Mirabellschlosse eine Ausstellung von Arbeiten des neueren Kunst- 
gewerbes, vornehmlich österreichischer Provenienz. Von den preisgekrönten 
Einrichtungen für Kleinbeamten- und Arbeiterwohnungen wurden mit Zustimmung 
des Kuratoriurns und des hohen Obersthofmeisteramtes drei zur allgemeinen 
Arbeiterausstellung nach Graz entsendet, welche im Dezember stattfand. Vier 
dieser Einrichtungen, welche Herrenhausmitglied Artur Krupp angekauft hatte, 
wurden im Juli und August in Berndorf ausgestellt. 
Aus den Mitteln des Hoftiteltaxfonds, welche statutengemäß zur Hebung 
des Kunstgewerbes bestimmt sind und über deren Verwendung die Direktion des 
k. k. Österreichischen Museums nach Einholung der Wohlmeinung des Kura- 
toriums Anträge an Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät Obersthofmeisteramt 
zu stellen hat, wurden auf Grund der erfolgten Bewilligung im Jahre 1910 Sub- 
ventionen Büsig gemacht: 
I. Dem Komitee zur Veranstaltung einer Ausstellung kirchlicher Kunst 
in Wien im Jahre 191a 50.000 K; 
n. der I. Wiener Produktivgenossenschaft der Absolventinnen der k. k. 
Kunststickereischulen 15.000 K; 
3. der Kommission für modernes Kunstgewerbe in Salzburg 5.000 K; 
4. dem Verein deutscher bildender Künstler in Böhmen in Prag 10.000 K; 
5. der Vereinigung der böhmischen bildenden Künstler (Jednota umelcü 
vytvarnych) in Prag 5.000 K; 
6. dem westböhmischen Kunstgewerbemuseum Francisco-Josephinum in 
Pilsen 5.000 K; 
1. dem steiermärkischen Landesmuseum Joanneum in Graz 5.000 K; 
8. dem Tischler Anton Rudorfer in Wien, VII., Kaiserstraße 1.200 K; 
9. dem k. k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie zur Durch- 
führung eines Wettbewerbes zur Erlangung mustergültiger Einrichtungen für Klein- 
beamten- und Arbeiterwohnungen ein Kredit bis zur Höhe von 15.000 K. 
Die durch den Museumszubau ermöglichte Neuordnung, beziehungsweise 
räumliche Erweiterung der gegenständlichen Sammlungen des Museums wurde im 
AUSWÄRTIGE 
AUSSTELLUNGEN 
SUBVEN- 
TIONIERUNGEN AUS 
DEM HOFTITEL- 
TAXFON DS 
NEUAUFSTELLUNG 
DER SAMMLUNGEN
	        

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