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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 161)

bei angemessenen Preisen und bei Verwendung von Materiale, welches 
dauerhaft ist und künstlerische Arbeit zum Ausdrucke bringt. 
Bei diesem Anlasse bemerke ich, dass die Sterzinger Marmor- 
und Porphyrbrliche seit Einem Jahre wieder im Gange sind. Letztere 
kommen beim Beethoven-Monumente in Wien zur Geltung. Es scheint, 
dass diese vorzügliche Bezugsquelle für monumentale (decorative und 
figurale) Plastik jetzt mit ausreichenden Mitteln in Betrieb gebracht wurde. 
R. v. E. 
Die Visitation du Zoiohenunterrlahtea In Württemberg. 
Da die lnspection des Zeichenunterrichtes auch bei uns noch einer definitiven Re- 
gelung bedürftig ist, so wird es nicht ohne Interesse sein zu erfahren, wie diese Ange- 
legenheit in Württemberg organisirt ist, dessen Schuleinrichtungen ja in manchem Bezug 
musterhaft zu nennen sind. Wir entnehmen darüber dem Gewerbeblatt aus Württemberg 
vom 5. Januar 1879 Folgendes über die Visitation des Zeichenunterrichtes an den gewerb- 
lichen Fortbildungsschulen, den Real- und Lateinschulen und den Gymnasien, sowie an 
den Volks- und Mittelschulen: Sie ist von den Aufsichtsbehörden in der Weise fest- 
gestellt, dass in der Regel je nach zwei Jahren eine Schule in diesem Fach visitirt wird 
und hiebei der Visitator nur in die am Hauptort befindlichen Schulen selbst kommt, wo 
die Lehrer der benachbarten Gemeinden. in welchen der Unterricht von geringerer Aus- 
dehnung ist, demselben die Arbeiten ihrer Schüler vorzulegen, über den Gang des Unter- 
richts Auskunft zu geben und die erforderlichen Anweisungen entgegenzunehmen haben. 
Die Schulvorstande sind verpiiichtet, dahin zu wirken, dass auf den vorgezeichneten 
Termin alle für die Vornahme der Visitation erforderlichen Vorbereitungen getroffen, und 
insbesondere die geeigneten örtlichen Anzeigen und Bekanntmachungen erlassen sind, um 
das lnteresse und die Theilnahme von Behörden und Privaten für die Visitation und ihre 
Ergebnisse anzuregen. 
Da mit der Visitation eine Revision des sätnmtlichen der Schule angehdrigen In- 
ventars an Gegenständen aller Art: der Mobiliar, Beleuchtungs-, Heizungs- und Ventila- 
tions-Einrichtungen, der Knrper- und Blattvorlagen, der Modelle. der Schulbibliothek, der 
Journale, der angesammelten ausgezeichneten Schularbeiten u. s. w, vorzunehmen ist, so 
sind die darüber zu haltenden Verzeichnisse in vollständiger Ergänzung, und die betref- 
fenden Gegenstände in geordneter Weise zur Besichtigung und Prüfung für den Visitator 
parat zu stellen. l 
Zur Erleichterung der Abfassung der früher vorgeschriebenen Jahresberichte werden 
den Schulvorständen vor Beginn der Visitationen die von der k. Commission im Einver- 
sländnisse mit den übrigen Aufsichtsbehörden entworfenen Formulare in Tabellenform 
zur Ausfüllung zugestellt. Dieselben sind, wenn es sich_ um eine Fortbildungsschule han- 
delt, und diese Schule im laufenden Jahre visitir! Wird. in dßppelter, im andern Falle in 
einfacher Ausfertigung, von den Vorständen sammtlicher Gymnasien, Lyceen und Real- 
anstalten direct, von denjenigen der gewerblichen Fortbildungssehulen, l.atein-, Real- und 
Volksschulen durch Vermittlung der gemeinschaftlichen Oberamter vor dem 15. Januar an 
die k. Comrnission zurückzusenden, welche die Tabellen der im laufenden Jahre zu visi- 
titenden Schulen den Visitatoren zur Benutzung zustellen wird. 
Die Visitation des wissenschaftlichen Unterrichts beschrankt sich auf die gewerb- 
lichen Ferthildungsschulen, und wird ebenfalls in zweijährigem Turnus, abwechselnd mit 
der Visitation des Zeichenunterrichts, an einigen Schulen auch zugleich mit dieser vor- 
genommen. Vor Vornahme der Visitationen werden den Verstanden der gewerblichen 
Fnrtbildungsschulen ebenfalls Formulare in tabellarischer Form zur Ausfüllung zugestellt. 
Dieselben sind, wenn eine Schule zur Visitation im laufenden Jahre vorgemerkt ist, in 
doppelter, im andern Falle in einfacher Ausfertigung vor dem 15. Januar durch Vermitt- 
lung des gemeinschaftlichen Oberamts an die lt. Commission zurückzusenden, welche 
solche den betreffenden Visitatoren zur Benutzung einhandigen wird.
	        

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