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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 164)

Minheilunuen des k. k. ßaslerreich. Musßums 
KUNST UND INDUSTRIE. 
(Monatschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) 
Am i. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr H. 4.- 
Redacxeur Eduard Chmelarz. Expedition von C. Gerolls Sohn. 
Man abonnir: im Museum, bei Gerold 8x Comp., durch die Posmnstalten, sowie durch 
alle Buche und Kunsthandlungen. 
Nr. 16n4.H MWIEN, r- MM 1379- XIV. Jahrg. 
 
Inhalt: Die Perspectivlehre des Pietro de Ii Fnnceschi. - Zur Frage der Verbindung einer gewerb- 
lichen Arbeitsschule mit der Vu ksschule und'mit der Fachschule. Von R. v. Eitelberger. - 
Literarurbericht. - Fortsetzung des Katnloges der verkäußichen Gypsabgüsse des Oesterr. 
Museums. - Kleinere Mittheilungen. 
Die Porspectivlehro des Pistro dogli Franceschi. 
Dieses für die Theorie der Kunst und deren Geschichte so bedeu- 
tende Werk wurde, nachdem es seit 1585 verschollen, zuerst in neuester 
Zeit bleibend zu Tage gefördert durch E. Harzen, welcher eine Ab- 
schrift der lateinischen Uebersetzung in der Ambrosiana auifand. Harzen 
erledigte auf Grundlage dieses Aufsehen erregenden Fundes die seit Vasari 
fortwuchernde Streitfrage über das dem L. Paccioli zur Last gelegte 
Plagiat aus diesem ungedruckten Werke seines Lehrers und ordnete bei 
dieser Gelegenheit alles verfügbare biographische Material zu einem klaren 
Bilde, das nun wenigstens in den Hauptumrissen das Leben eines Künstlers, 
der bei Lebzeiten Monarca della Pittura genannt wurde und als Erfinder 
der malerischen Perspective angesehen wird, vor Augen stellt. 
Dem Buche selbst, auf dessen Besprechung Harzen nicht weiter 
eingeht, ist in seiner diesbezüglichen Arbeit: "über den Maler Pietro 
degli Franceschi und seinen vermeintlichen Plagiarius den Francis- 
kanermönch Luca Paccioliu, welche 1856 in Neumann's Archiv erschien, 
jedoch keine Stelle in der Entwicklung der Perspectivliteratur angewiesen 
worden. Auch kennt Harzen das noch nirgends vor die Oeffentlichkeit 
gebrachte Originalmanuscript der Bibliothek zu Parma nicht, und so 
scheint denn eine Besprechung des Inhaltes und Werthes dieses so merk- 
würdigen Buches erspriesslich. 
Das erste Durchblättern dieses Manuscriptes setzte mich ob der Fülle 
des Stoffes, der demjenigen wie er gegenwärtig an technischen und künst- 
lerischen Hochschulen zum Vortrag gelangt, beinahe gleichkommt und wegen 
der ungemeinen Genauigkeit der bis in die kleinsten Details geometrisch 
1879. XIV. g
	        

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