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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVI (1881 / 193)

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stellten Arbeiten der Fachschulen für Spitzenerzeugung in G o s s e n g r ü n , 
Gottesgab und Heinrichsgrün. 
Von den ausgestellten Arbeiten jener Schulen, in welchen der Unter- 
richt in weiblichen Handarbeiten gepflegt wird, müssen ferner noch genannt 
werden : Die hübschen Spitzen und Stickereien aus der Schule J ohanna 
F ö d e rl's in Laibach und die in vielen Fällen überraschend guten Er- 
zeugnisse (Stickereien, Filetarbeiten etc.), welche als Handarbeiten der 
Schülerinnen der 3. bis inclusive 8. Classe von der Dir e c ti o n d e r 
Mädchen-Bürgerschule und der Leitung der Mädchen-Volks- 
sch ule in Eg e r exponirt wurden. 
Von der Directrice der Fachschule für Kunststickerei des k. k. 
Handelsministeriums in Wien, Emilie Bach, war das von derselben her- 
ausgegebene Vorlzgenwerk mit Mustern stylvoller Handarbeiten (nunmehr 
zwei Theile) zur Ausstellung gebracht. 
Fachschulen des k. k. Handelsministeriums, welche als solche ihre 
Arbeiten in der Unterrichtsabtheilung ausgestellt harten, waren: 
Die Fachschule für Drechslerei in Tachau (Leiter Friedrich 
Braun). Sie brachte eine größere Serie der verschiedensten rund und oval 
gedrechselten Gegenstände, gut und verdienstlich gearbeitet. Erzeugnisse 
der Schüler des 1., e. und 3. Jahrganges. 
Die Fachschule für Ku n sttischlerei in Königsberg (Leiter 
Franz Bo rtsc heller). Von dem Leiter selbst: ein zierlich gearbeitetes 
Ubrgehäuse mit eingebrannten Ornamenten. Von den Schülern Zeich- 
nungen und fertige Kunsttischlerarbeiten darunter auch solche mit hübschen 
lntarsien. 
Die Gewerbeschule in Cortina d'Ampezzo (Leiter Josef 
Gh edina). Arbeiten der Zöglinge dieser Schule waren die zwölf ausge- 
stellten Schmuckgegenstände in Gold- und Silberfiligran, deren Ausführung 
eine geradezu unnachahmliche Delicatesse zeigte. 
Die Fachschule für Spielwaar enerzeugung in Oberleu- 
t e r s d o rf (Leiter J. R o r d o r f). Außer den Spielwaaren und sonstigen 
Erzeugnissen (Thierköpfen etc.) aus Papiermache, welche bei gelungenster 
Ausführung noch den Vortheil großer Wohlfeilheit zeigten, war noch eine 
größere Anzahl} farbig glasirter Tbonwaaren aus Fabriken zu Dux und 
Hohenstein vorhanden, deren Modelle von den Fachschülern nach R o r d o r Fs 
Originalen ausgeführt waren. 
Sehr beachtenswerth waren die Erzeugnisse der Holzindustrie- 
schule zu Stubenbaeh, Bezirk Schüttenhofen im Böhmerwald. Erst 
drei Jahre sind es, dass diese Industriewerkstätte über Anregung Sr. Durch- 
laucht des Fürsten Adolf zu Schwarzenberg errichtet wurde, um den 
Bewohnern dieser erwerbslosen Gegend, da dieselben in Folge der um- 
fangreichen Windrisse und der Borkenkäfer-Verheerungen in ihrem Ver- 
dienste immer mehr beschränkt wurden, eine Erwerbsquelle zu bieten.
	        

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