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Objekt: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 1)

Verpackung in einem unzweifelhaft aus derselben Zeit stammenden Reiseetui 
aus Leder, das Wahrscheinlichere zu sein scheint, oder ob es Illustrationen 
eines damals beliebten Liebesromanes sind. Auch die andere Frage, ob 
der Porzellanmaler, wie dies in der Regel der Fall war, nach vorhandenen 
Stichen gearbeitet hat oder nach Originalkornpositionen, muß vorläufig 
unbeantwortet bleiben. Ist das erstere der Fall, dann läßt sich hoffen, daß 
sich irgendwo die Originalstiche finden, die über den geschilderten Vorgang 
volle Aufklärung geben. Jedenfalls gehört diese Terrine zu den bestaus- 
geführten Stücken der kleinen Fabrik, und es dürfte wenige Erzeugnisse 
aus Nove geben, die diesem an künstlerischem Werte gleichzustellen sind. 
AUS DEM WIENER KUNSTLEBEN 5;. VON 
HARTWIG FISCHEL-WIEN Sie 
ANS SCHVVAIGER. Eine Gedächtnisausstellung. Galerie Miethke. Das Resultat 
eines abgeschlossenen, abseits vom Wege stehenden künstlerischen Wirkens liegt 
vor uns. Als Schwaiger vor mehr als drei Jahrzehnten mit seinen Wiedertäufern, 
Rattenfängern, Kobolden auftrat, fühlte man den Eigenbrötler, den Sonderling. Eine 
mittelalterlicheWelt, 
durch die Brille ei- 
nes modernen Men- 
schen gesehen, tat 
sich auf, dessen Au- 
gen tief zu dringen, 
dessen bewegliche 
Hände beredsam 
und eindringlich zu 
schildern, dessen 
Phantasienreichund 
lebhaft zu spielen 
vermochten. 
Er beherrschte 
die alte Holzschnitt- 
manier im Umriß, 
er liebte das matte 
Kolorit illuminierter 
Druckwerke. Seither 
sind viele andere 
Künstler ähnliche 
Wege gewandelt und 
weiter gekommen, 
und doch wirkt 
Schwaiger noch im- 
mer anziehend und 
eigen. Die Gedächt- 
nisausstellung klärt 
vieles auf, weil sie 
auch eine andere 
 
Porzellanterrine aus Nove. Bei der Wahrsagerin und Vorstellung der Braut 
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