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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 202)

A. Für Zeichnungen zur Ausführung in Bronze. (Preis: 80 H. a. W.) 
Für die Cornposition einer Schreibrischgarnitur im Style der deutschen Renais- 
sance, aus folgenden Theilen bestehend: a) Schreibzeug mit zwei Gefäßen, Lange des- 
selben nicht über z5 Ctm; b) Tischleuchter für eine Kerze; c) Feuerzeug rnit prak- 
tischer Reibvorrichtung; d) Handleuchter; e) Falzmesser; f) Federtasse. 
B. Für ein Modell zur Ausführung in Bronze. (Preis: zoo G. o. W.) 
Für eine Figur in beliebiger Stellung, welche eine Schale tragt. Hohe nicht über 
3c Ctm. Die architektonische Losung der Basis muss "mit der Figur und Schale im Ein- 
klange stehen. 
C. Ciselir-Preis. (Preis: 75 H. 6. W.) 
Für die Ciseliruag eines antiken, leicht bekleideten Figürchens in der Hohe von 
x25 Millimeter ohne Sockel, wovon ein Gypsnbguss im GypsgieBer-Atelier des Oesterr. 
Museums für Kunst und Industrie unter Katalog-Nummer x20 für den Preis von 4.0 kr. 
zu erhalten ist. 
Die Bewerber haben den Bronzeguss auf eigene Kosten herstellen zu lassen und 
ist die Bewerbung um diesen Preis mit einer anderen Ciselirarbeit ausgeschlossen. 
D) Gießer-Preis. (Preis: 40 fl. o. W.) 
Für den besten, in einem Stücke herzustellenden Rohguss in Bronze einer Gruppe 
nAIHOITGHC mit einem Hahnu, 14 Ctm. hoch, wovon ein Gypsabguss im Gypsgieller-Atelier 
des Oesterr. Museums für Kunst und Industrie unter Nr, 14 für den Preis von 80 kr. 
zu erhalten ist. . 
, Bei der Beurtheilung wird in erster Linie die Reinheit des Gusses, in zweiter 
Linie aber auch die grüßere Leichtigkeit desselben in Betracht gezogen. 
Jury 
Die Jury besteht aus folgenden vier Künstlern und vier Facbmännern unter dern 
Vorsitz des Präsidenten der Gesellschaft, nämlich den Herren: Bildhauer Johannes Benk, 
Architekt Professor Hermann Herdtle, Architekt Nicolaus Hofmann, Bildhauer Prof. 
Otto König; den Herren Bronzewaarenfabrikanten A. Hanusch, Eduard Richter, 
Karl Waschmann und dem Lehrer der Ciselirschule Stefan Schwartz. 
. E. Edmund v. Zichy-Schülerpreise. 
Vier Preise i! a5 B. in Silber für Entwürfe von praktischen Gebrauchsgegenstanden, 
geeignet zur Ausführung in Bronze. 
Diese Preise sind von Sr. Excellenz Graf Edmund Zichy gewidmet, und speciell 
für Zöglinge der Kunstgewerbeschule des Oesterr. Museums für Kunst'und Industrie 
bestimmt und werden namentlich solchen Entwürfen zugewendet, deren Herstellung 
eine einfache Ausführung in geschmackvoller Form ermöglicht. Jeder Bewerber hat auf 
jeden der vier Preise Anspruch. Die pramiirten Entwürfe bleiben Eigenthum der betref- 
fenden Zöglinge. 
Die Preisjury wird aus vier Professoren der Kunstgewerbeschule und aus vier 
Mitgliedern der Gesellschaft bestehen. ' 
Allgemeine Bedingungen für die Bewerbung um vorstehende Preise. 
l. Die Bewerber müssen ihren Wohnsitz in den irn Reichsrathe vertretenen König- 
reichen und Ländern haben. 
2. Jedem Bewerber bleibt das Eigenthumsrecht auch irn Falle der erfolgten Zuer- 
kennung eines Preises gewahrt. , 
3. Müssen die Zeichnungen und Modelle zur Ausführung in dem im Preispro- 
gramrne bezeichneten Materiale geeignet sein, ohne aber unverhaltnissmäliige Kosten zu 
verursachen. 
4. Modelle können in Wachs, Gyps oder Holz ausgeführt werden. 
S. Sind die Concurrenzarbeiten, mit einem Motto versehen, nebst einem die gleiche 
Bezeichnung tragenden, gesiegelten Couvert, welches die Adresse des Verfertigers enthält, 
bis längstens I5. October 1882 an die Gesellschaft: I., Stubenring, Oesterr. Museum, 
einzusenden. A 
6. Die Preisvertheilung erfolgt nach Beurtheilung durch die Jury in der nachst- 
folgenden Generalversarnmlung, in welcher auch sammtliche "eingesendeten Zeichnungen 
und Modelle ausgestellt werden. 
Äsubawemg du k. Lbuaeigmuaguhzs "m; Rum und" indJm-ie. 
Buehdruckenl van cm Demllfn um m Wien.
	        

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