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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 211)

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gaben der modernen Bronzetechnik zum Ausgangspunkt haben. An diesen 
Berathungen werden Gelehrte, Zeichner, Bronze-Industrielle und Chemiker 
theilnehmen. 
Der Anmeldungen zur Bronze-Ausstellung sind über hundert und 
wir erlauben uns nur im Folgenden diejenigen Anstalten und Kunstfreunde 
namhaft zu machen, deren Ausstellungsobjecte bis zum 25. März bereits 
im Museum eingetroffen waren: Se. kais. Hoheit Erzherzog Albrecht; 
Se. Durchlaucht Fürst Johann von und zu Liechtenstein; Graf Prokesch- 
Osten; die naturhistorische Abtheilung der Hofmuseen; das Akademie- 
Commando und das Artillerie-Arsenal in Wiener-Neustadt; die hoch- 
würdigen Stifte St. Florian, Geras, Göttweih, Heiligenkreuz, Kremsmünster, 
Lambach, Neukloster in Wn-Neustadt, Tepl; die Pfarren iGresten, Zelking; 
die Stadtgemeinde Ybbs; dieyHerren Dr. A. Figdor, Professor E. v. Fleischl, 
Guido von Hofmannsthal, Baron A. v. Koller, Nicolaus von Kubinyi 
(Arval, Architekt von Lippert, Dr. Maäka, Miller von Aichholz, Professor 
Dr. W. A. Neumann, Pfarrer Oehler von Groß-Stelzendorf, Maler D. 
Penther, Dr. J. E. Polak, Hofrath Roth (Budapest), Paul von Schöller, 
Dr. Tomowitz, C. Trau. Wir glauben nach alledem schon jetzt die Zu- 
versicht aussprechen zu dürfen, dass diese Bronze-Ausstellung durch Reich- 
haltigkeit und Lehrhaftigkeit sowohl die gräßern Kreise des Publicums, 
als auch besonders die Knnstfreunde, Forscher und die Kunst-Industriellen 
in vollem Maße befriedigen wird. 
Die XIII. Jahresausstellung im Wiener Künstlerhause. 
Mit der heurigen Ausstellung im Künstlerhause, welche am 17. März 
vom Kaiser feierlich eröffnet wurde, hat die Wiener Künstler-Genossen- 
schaft einen glücklichen Wurf gethan; es herrscht darüber nur Eine 
Stimme der Anerkennung im kunstliehenden Publicum. Alles ist darüber 
einig, dass die Wiener Kunst heuer viel besser und reicher vertreten ist, 
als auf der Internationalen Ausstellung des vorigen Jahres. Wir finden 
diesmal mehrere Künstler, welche selten auf der Genossenschafts-Aus- 
stellung erscheinen. Die Professoren der Wiener Akademie der bildenden 
Künste sind diesmal sehr gut vertreten. Heuer sind auch eine Reihe von 
Kunstwerken ausgestellt, welche im Auftrage des Unterrichtsministeriums 
aus dem vom Reichsrath bewilligten Fonde für Kunstaufträge ausgeführt 
wurden. Diese Bilder gehören zu den Perlen der Ausstellung und sind 
auch die beste Rechtfertigung der Commission, welche dem Minister 
Vorschläge zur Ausführung von Kunstwerken zu erstatten hat. 
Auch heuer liegt der Schwerpunkt der Ausstellung in den Porträt- 
bildern. Die Porträts von Eisenmenger, Angeli, Canon, Rumpler, Griepen- 
kerl, Berger, L'Allen1and, Probst, Vita und Felix interessiren schon wegen 
der Persönlichkeiten, welche sie darstellen.
	        

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